Nov 01
In einer großangelegten Aktion haben sich die Saartalinienverantwortlichen einen tollen Plan zurecht gelegt. Sie wollten für das gesamt Saarland ein einheitliches Nummernsystem haben und bei Gelegenheit auch die Fahrpläne optimieren. Ich weiß nicht so genau, was die Verantwortlichen optimiert haben, aber wen auch immer ich frage, jeder hat mindestens eine Beschwerde. Ich bin gleich in dreifacher Hinsicht betroffen.
- Die 13 zur Uni wurde komplett gestrichen. Gerade zu Stoßzeiten, wie 8, 9 Uhr und 13, 17, 18 Uhr war die 13 voll. Da sind recht viele Schüler und Studenten gefahren. Morgens hat man keinen Sitzplatz mehr bekommen. Nun müssen wir rüber zum Heimgarten laufen, um die 111 — ehemals 11 — zu bekommen. Da das für mich nur 5 Minuten sind, ist das zu verkraften.
- Leider fährt die 111 Samstags nicht über die Uni. Ich muß tatsächlich umsteigen.
- Immerhin fährt die 22 noch — jetzt 122. Allerdings auch nur noch bis zum Saarcenter. Die 22 habe ich deswegen geliebt, weil man mit Koffern bequem bis zum Bahnhof fahren konnte. Das diese Strecke gekürzt wurde, verwundert mich besonders, weil in meiner Gegend viele Senioren wohnen, die auch mal zum Kaufhof oder bis zum Bahnhof und weiter fahren.
Was soll es. Morgen werde ich einfach in einen Bus einsteigen und schauen, wo ich rauskomme. Wahrscheinlich haben die Verantwortlichen einfach nur die Kosten optimieren wollen. Aber solange sie nicht Busfahrer wegoptimieren, kann ich noch darauf hoffen befördert zu werden.
Aug 16

Das Saarland ist eines der Länder, das einen Extra-Feiertag hat. Der mußte gut genutzt werden. Trotz eines bewölkten Himmels haben wir die Roller Skates in die Hand genommen und sind an die Saar gefahren. Wir, das sind Franziska, Arne und ich.
Zu den Skates gehört natürlich auch die Sicherheitsbegleidung, sprich die Protektoren. Wenn man die falsche Hose an hat, so wie ich, dann kann man die Knieschützer nicht unter der Hose tragen. Schnallt man sie drüber, sieht man einfach bescheuert aus, wie man dem Bild entnehmen kann. Da bei mir eine gute Figur Vorrang hat, bin ich ohne gefahren. Ich kann es ja, also darf ich mir das auch erlauben.
Fünf Minuten später lag ich auf der Schnauze. Ich fuhr einen kleinen Hügel hinab, war zu schnell und hatte schließlich zu viel Schwung beim abbremsen. Merke: Beim Rollschufahren muß man sich erst drehen — also rückwärts fahren — bevor man bremsen kann. Franszika war von meinem Abflug so begeistert, daß sie es mir gleich nachgemacht hat. Hehehe.
Doch unsere Stunts sind nichts gegen den von Arne, den ich ab heute nur noch ehrfürchtig Danger Arne nenne. Obwohl, Wet Suite Arne wäre auch nicht schlecht. Während wir so die Saar entlang hintereinander fahren, mußten wir doch auf einiges achten: Den Gegenverkehr und auf die Hindernisse wie kleine Steinchen oder Zweige. Tritt beides zusammen auf, ist Vorsicht geboten. So in unserem Fall. auf dem Weg lagen Zweige. Nach links ausweichen war nicht möglich, da dort der Gegenverkehr fuhr. Also drüber fahren. Dummerwise bleiben die Rollschuhe bei solchen Hindernissen gerne stehen, was nicht der allgemeinen Richtung des Oberkörpers entspricht. So auch bei Arne. Die Folge ist ein unkontrolliertes Stolpern. Arne fügte dem Ganzen noch das Ausweichelement nach rechts ein. Dort befand sich eine Pfütze. Eine gar nicht so flache Pfütze, wie Arne überrascht feststellte und prompt bis zu den Knien naß wurde. Immerhin, ich sah Schlimmeres kommen und befürchtete, daß er sich ganz in die Pfütze legt. Dies blieb uns dann erspart. War auch gut so, sonst hätten wir nur eine kleine Runde gedreht.
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