Countdown

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Der Koffer ist gepackt. Alle Vorbereitungen sind getroffen. Die Unterlagen sind mehrfach geprüft. Vor mir liegt eine kurze Nacht. Um 5 Uhr morgens aufstehen. Um 7 Uhr verläßt der Zug Saarbrücken. Zwischen Aufstehen und Ankunft in Shanghai um 15:30 Uhr liegen 33 Stunden. I am impressed! Aber ich denke, daß ich auf dem zweiten Flug schlafen werde, da er um Mitternacht in Dubai startet. Gerne denke ich an die IFA in den 80ern mit Gottschalk und Jauch. Letzterer ist in 5/7 Tagen einmal um die Welt gereist und sah am letzten Tag zerstört aus. Ungefähr so fühle ich mich auch - allerdings vor dem Flug. :-)

Aber dann gehe ich in Gedanken den Urlaub durch und staune, was auf dem Programm steht.  Das wird ein intensiver Urlaub und er wird ganz viel Spaß machen. Ihr Lieben daheim, ich beneide Euch nicht um das Regenwetter. Bei mir wird es heiß und sonnig sein.

Urlaubsplanung: Startschuß

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Ganz überraschend erhielt ich im Juni von Freunden eine Einladung auf eine Biketour in der inneren Mongolei (China). Da Chefs gerne ihre Pläne kurzfristig ändern, muß Kerstin nun doch den August arbeiten, so daß die Tour ausfiel. Nicht so schlimm, ich habe ein wenig umdisponiert - drei Highlights nehme ich in Angriff.

China FlaggeShanghai. Die Einladung von Carsten und Kerstin hat weiterhin bestand. Schon bei Ankunft hat Carsten mir den ersten Höhepunkt versprochen: eine Fahrt mit dem Transrapid. Hey Ron, in dem Punkt werde ich Dir voraus sein. Aber keine Sorge, ich werde Fotos machen. Ich bin ja recht anspruchslos auf Reisen und füge mich gerne der Kultur. So wird es definitiv eine ausführlichen Genußreise in die Kunst der Teezubereitung geben. Kein Tee aus dem Kaufhaus - einen richtigen chinesischen Tee. Ansonsten freue ich mich auf die krassen Gegensätze der Moderne und Tradition. Übrigens, ein Blick auf die Wettervorhersage zeigt eine Temperatur von 37°C an. Hui, das ist warm. Was mir noch fehlt, ist ein Reiseführer. Mal schauen, ob ich mir noch einen Lonely Planet zulege.

Flagge Vereinigte Arabische EmirateDubai. Sehenswürdigkeiten, die hier auf dem Programm stehen, sind ganz klar das Burj al Arab und eine Wüstentour. Dubai ist Momentan eine einzige Baustelle: weitere Palmen werden konstruiert, die Weltkarte ist noch im Bau, das erste Unterwasserhotel soll noch Ende 2007 (oder doch 2008) fertig sein, und natürlich braucht eine Superstadt auch den höchsten Wolkenkratzer der Welt. Selten findet man auf Reisen Baustellen so interessant. Natürlich will ich auch einen Blick in die Malls werfen - allein schon wegen der Aircondition - werde auf den Goldbasar gehen, aber nichts kaufen, und einfach Land und Leute genießen,sofern das bei diesen Temperaturen geht. Das wird ein Spaß! 45°C werden zur Zeit gemeldet.

Emirates AirlineEmirates Airline. Da es keine günstigen (Direkt-) Flüge nach Shanghai gab und ich sowieso kein Anhänger von günstigen Fernflügen bin, war Emirates Airlines die beste Alternative. Eine Top-Adresse und ich freue mich riesig auf den Flug, der allein schon wegen der Flugzeit einen beträchtlichen Teil meiner Zeit frißt. Der Hinflug teilt sich auf in 6 Stunden nach Dubai, 3 Stunden Wartezeit und 8 Stunden Weiterflug nach Shanghai. Ich werde am Nachmittag ankommen und einen Wahnsinns Jetlag haben. Der Rückflug ist auch nicht ohne. Quasi um Mitternacht geht es in Shanghai los, 9 Stunden Flug, und Ankunft um halb 5 morgens in Dubai. Wenigstens der Rückflug nach Frankfurt wird entspannend sein. Aber hey, ich fliege mit Emirates!!!

Shoppen. Was mir im Moment noch fehlt ist ein Teleobjektiv, eine Fototasche für die Spiegelreflex und ein Hotelin Dubai. Unkosten, ich komme!

PS: Ist Euch aufgefallen, daß beide Städte mit AI enden?Na? Was sagt uns das? Artificial Intelligence.

Ich packe meinen Koffer und nehme mit …

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Fährt man in den Skiurlaub zum ersten Mal, fragt man sich, was man mitnehmen soll. Fährt man zum ersten Mal nach 11 Jahren, stellt man fest, daß die Garderobe sich geändert hat. Trug man früher Baumwolle, bedeckt Funktionsunterwäsche den Körper. Waren früher bunte Ballonjacken angesagt, sind heute neue Stoffe und Schnitte in.

Da ich die Vergangenheit nicht ganz ausblenden konnte und Freunde mit Tipps der Gegenwart aufwarteten, sicherte mein Koffer gleich dreifach meinen Bekleidungsstil:

  • Ski - Funktionsunterwäsche
  • Ski - Baumwollunterwäsche
  • Fahrradunterwäsche

Letzteres können wir knicken, da die Stoffe zu dünn sind. Obwohl, manche tragen sogar Laufshirts. So oder so, wer das Investment nicht scheut, sollte zu Ski - Funktionsunterwäsche greifen. Für einen einwöchigen Urlaub, reichen zwei Paar aus. Nach dem dritten Tag stinkt es mit Sicherheit, aber mal ehrlich, das tut es noch bevor ihr die Gondel das erste Mal betretet. Stink da house! :-)

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Traumjob

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Ich habe meinen Traumjob gefunden und mein Vorbild ist mein Skilehrer Hansi. Er gibt vier Stunden  Kurs pro Tag, dazwischen eine Stunde  Mittagspause. Der Job ist nicht stressig, man ist die ganze Zeit in der freien Natur und betätigt sich auch noch sportlich.

Gut, Skilehrer ist nur ein Saisonjob. Man muß ja auch einen richtigen Job haben. Hansi beispielsweise ist Schafhirte. Auch dieser Job weist keine Stresspuren auf, man ist den ganzen Tag draußen und betätigt sich auch sportlich.

Sein drittes Standbein ist eine Pension. Da Sölden aus allen Nähten platzt, ist das eine unermessliche Geldquelle. Hierzu reißt er diesen Sommer sein altes Haus ab und baut ein neues.

Och, was habe ich nur falsch gemacht? Gebunden an ein Büro und einen Computer viele Stunden pro Tag, sehe ich zur Zeit nur eine Baustelle vor dem Fenster und mein Sport besteht aus 20 Metern Extremwalking zur Toilette. :-(

Lawinenunglück

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Wie sich doch manchmal die Ereignisse unglücklich zusammenfügen. Am letzen Tag des Urlaubs gab es ein Lawinenunglück und fast jeder aus unserer Gruppe konnte  irgendein  Puzzlestück zum Hergang beobachten. Das Unglück passierte abseits der Piste am Gislochkogl:

  •  Schon während der Gondelfahrt zum Gaislochkogel konnten wir eine Gruppe von Skifahrern abseits der Piste beobachten. Dabei wunderten wir uns, wie sie es schafften, auf diesen Pistenstreifen zwischen all den Felsenstücken zu kommen.
  • Oben auf der Hütte gab es einen Hund. Wir fragten uns, wie der Hund die Höhe aushält. Später stellte sich heraus, daß es ein Lawaninensuchhund war.
  • Wir hörten intensive Hubschraubergeräusche auf der Fahrt nach unten. Insgesamt waren drei Hubschrauber im Einsatz.
  • Oben an der Piste der Gondelstation stand ein Ordner und paßte auf, daß die Leute die richtige Piste  nehmen. Ich dachte mir noch, daß er einen langweiligen Job hatte. In Wirklichkeit achtete er darauf, daß die Leute nicht gaffen.
  • Auf dem Weg nach unten wunderten wir uns, warum wir die gesamte Piste für uns allein haben. Weder vor noch nach uns gab es Skifahrer auf der Piste. Inzwischen wurde die Gondel zur Bergstation gesperrt, so daß nur die Mittagsesser abfahren konnten.
  • An der Mittelstation/Bergwacht beobachtete eine in unsere Gruppe, wie ein Betroffener von einer Angehörigen verzweifelt und erleichtert in die Arme genommen wurde, nachdem dieser Snowboarder vom Hubschrauber abgeliefert wurde.
  • Von der Piste Nummer drei konnte man das abgebrochene (100 Meter) Schneebrett sehen. Darunter war blanker Fels zu sehen.
  • Unten beim Apres Ski haben wiederum andere einen Leichenwagen beobachtet. Da wurde uns zum ersten Mal der Tod eines dieser Snowboarder bewußt.
  • Ganz besonders ergreifend war die Tatsache, daß eine Person in unserer Gruppe nach dem Essen die Gondel zurück genommen hat, weil sie nicht mit uns abfahren konnte. Da das Wetter bombastisch war, hat sie  Fotos von der Landschaft gemacht. Dabei sprangen drei Snowboarder ins Auge. Und plötzlich´war die Lawine da. Aus dem Touristen wurde ein Augenzeuge. Die gemachten Fotos wurden sofort der Bergwacht übergeben, um Anzahl der Snowboarder, deren Position und deren Kleidung zu bestätigen. Das war eine sehr gute Hilfe für die Bergwacht und ich bewundere die Besonnenheit des Augenzeugen.
  • Um den ganzen die Krone aufzusetzen, die Betroffenen Snowboarder waren unsere Nachbarn. Den ganzen Abend konnten wir von unserem Wohnzimmerfenster die Polizei- und Bergwachtwagen beobachten.

So tragisch das Ereignis auch ist, googelt man nach den entsprechenden Begriffen, stellt man fest, daß das keine Einzelschicksale sind. Eine Woche zuvor ist etwas Ähnliches in Sölden passiert. Man kann annehmen, daß andernorts ähnliche Ereignisse passieren. Als Lehre müssen wir ziehen, daß die Schöhnheit der Natur trügerisch sein kann und wir uns auf die Einschätzung der Ortskundigen verlassen müssen. Am besten sollten Urlauber, auch diejenigen, die sich für gut halten, nicht abseits der Pisten fahren.

Skifahrt Sölden, Teil 7

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Freitag, 9. März. Was für ein grandios sonniger Tag: Alpine Gläser waren angesagt. Mit der ganzen Horde machten wir uns auf zum Gletscher. Da die Gruppe zu groß war, teilten wir uns auf. Kleinere Gruppen = viel mehr Flexibilität und viel mehr Skivergnügen. Auf dem Gletscher tobten wir uns aus bei besten Schneeverhältnissen und der Parallelschwung war bei allen sehr elegant. Da Ron jeden Tag eine Kamera dabei hatte, filmte er jeden von uns. Wie jedes Jahr freuen wir uns auf seine selbstgemachten DVD Filme mit einer fantastischen musikalischen Untermalung. Neben ihm machte auch Frank Filme. Hinzu kommen hunderte von Fotos, da eigentlich jede eine Digicam dabei hatte.

Für das Mittagessen haben wir uns mit Arne auf dem Gaislochkogl in 3050 Meter Höhe verabredet. Das ist schon ungewöhnlich und ein Erlebnis für sich. Weil die Energiespeicher langsam zur Neige gingen, bestellte ich Spaghetti Bolognese und einen Liter Apfelschorle: Das Trinken ist das A und O beim Sport, denn durch den Schweiß verliert man viel Flüssigkeit. Jedenfalls haben wir uns gefreut, daß Arne zu uns hochkam, so daß wir gemeinsam essen konnten.

Am Nachmittag sausten wir alle roten und schwarzen Pisten rund im die Gaislochkogel. Dabei reizten wir die gesamte Zeit aus. Die Lifte waren bereits eingestellt, als wir uns der Talabfahrt widmeten. Nach einem kurzen Apres Ski ging es Heim unter die Dusche. Ein leckeres Essen am Abend und schon war der letzte Urlaubstag vorbei. Schnell wurde gepackt und für die kurze Nacht vor der Abreise fertig gemacht. Ein wunderschöner Urlaub ging zu Ende.

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Skifahrt Sölden, Teil 6

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Donnerstag, 8.März. Endlich wieder ein Skitag mit meinen Freunden. Leider war heute auch ein Wellnesstag, an dem eine ganze Reihe von Verwöhnten sich erholten und zum Aquadom fuhren, um sich einer Massage oder eines Whirlpools zu erfreuen. Leider war auch das Wetter wieder nebelig, so daß am Ende nur eine Hand voll Leute die Welt auf Brettern erkundeten. Weil das Skigebiet so groß ist, konnte man dem Nebel gut entkommen: Wir fuhren zum Giggijoch, wo die Sicht wesentlich besser war. Dort fuhren wir die Slalomstrecke ab, die aber doch zu schwierig für mich war. Man nahm relativ viel Fahrt auf und die Kurven waren
doch zu rutschig, so daß es einen aus der Kurve trug. Aber im Finale hatten wir doch alle Spaß. Am Nachmittag wechselten wir wieder in unser ursprüngliches Skigebiet, wo gute Pistenverhältnisse uns freie Fahrt boten. Rock da Hang!

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Skifahrt Sölden, Teil 5

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Mittwoch, 7. März. Am dritten und letzten Skikurstag war das Wetter grausam. Der Nebel war dicht und es schneite. Wäre unser Skilehrer nicht, dann wären wir garantiert von der Piste abgewichen. Egal, ob auf Skiern oder im Lift, die Sichtweite betrug weniger als 10 Meter. Das Gefühl zu fahren und nichts zu sehen ist eklig. Mir ist richtig schwindelig geworden und zwischenzeitlich überlegte ich, ob ich den Nachmittag noch auf Skiern verbringen sollte. Aber Hansi hat uns ganz sicher auf den Brettern von Piste zu Piste geführt, und am Nachmittag klarte es auf. Außerdem reduzierte sich unsere Gruppe auf zwei Mann. So hatten wir die Gelegenheit, uns mit Hansi zu unterhalten und auf die individuellen Fehler einzugehen.

Als das Wetter besser wurde, machte es wieder Spaß und Hansi brachte uns das Tiefschneefahren bei, da der Schnee frisch gefallen ist. Zu meinem Erstaunen klappte mein Parallelschwung im Tiefschnee sehr gut und selbst Hansi machte mir ein Kompliment. Das ging runter wie Öl. Seitdem suchte ich permanent den Tiefschnee. :-)

Am Nachmittag erfuhr ich, daß auch die anderen zwischenzeitlich den widrigen Verhältnissen nichts abgewinnen konnten und teilweise früher einkehrten. Ich aber hatte mein Erfolgserlebnis.

Skifahrt Sölden, Teil 4

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Dienstag, 6. März. Am zweiten Skikurs Tag lernten wir kurze Kurven im Paralellschwung. Der Trick ist der konsequente Einsatz des Stockes und die Auf- und Abbwegung des Oberkörpers. Hat man das einmal verinnerlicht,  machen Parallelschwünge richtig Spaß.

Eine Person in der Gruppe hat die Höhenkrankheit am Vortag erwischt. Wir alle lernten, daß man sich an die Höhe langsam gewöhnen sollte und den Aufstieg auf über 3300 Meter meiden sollte, wenn man Flachland gewöhnt ist. Der Blutdruck und die Herzfrequenz steigt, was einen Hirnschlag begünstigen kann. Ich selbst merkte noch am Freitag den Unterschied, als wir in dieser Höhe zu Mittag speisten und eine Mittagspause einlegten.

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Skifahrt Sölden, Teil 3

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Montag, 5. März. Obwohl einige Leute in der Gruppe bereits Skierfahrung haben, haben Kristin, Pat und Jens zur Sicherheit einen Kurs belegt. Wie sich herausstellte, landete ich nach einer ersten Inspektion im Kurs von dem Lehrer Hansi, wo auch Jens drin war. Am ersten Tag lernten wir den Stockeinsatz und große Kurven im Schneepflug. Am Nachmittag brachte Hansi uns den Parallelschwung in großen Kurven bei. Dabei fuhren wir blaue, rote und schwarze Pisten. Hansis Kommentar war: “Wir fahren nicht zum Giggijoch. Dort sind nur blaue Pisten. Auf blauen Pisten kann man nicht anständig die Technik lernen.” Hansi hat dafür gesorgt, daß wir sicher über die Piste kamen, hat uns immer vorbildlich die Bewegung gezeigt und genügend Tempo herausgenommen, damit wir nicht zu unkontrollierten Rasern wurden. Dort, wo es möglich war ließ er es laufen und wir mußten uns anstrengen, ihm hinterherzukommen. Obwohl ich hin und wieder stürzte, kam ich ganz gut über die Runden.

Auch an diesem Tag hatten wir ein Bombenwetter.

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