Rennradfahren in Karlsruhe

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Endlich habe ich die neue Rennmaschine zusammengeschraubt und sie sieht traumhaft aus und fährt sich wahnsinnig gut. Plötzlich fahren sich die Berge wahnsinnig geschmeidig. Und ich kann es nicht auf meine Kondition schieben, denn die ist aufgrund Mangel an Bewegung schlechter geworden.

Rennradfahren in Karlsruhe ist kein Vergnügen, je nachdem wo man wohnt. Allzuhäfig sind die Straßen schlecht oder stark befahren. Ich mußte einmal in die Bremse, weil ich mich plötzlich vor einem Bundestraßenschild befand, das eine Straße kennzeichnete, die so nicht in der Fahrradkarte abgebildet war.

Wir wohnen im Norden Karlsruhes. Nach Westen ist mein Revier durch den Rhein begrenzt. Nach Norden kenne ich mich nicht so aus, nach Osten hin gibt es Weingarten und damit einige kleinere Anstiege. Doch da, wo es am interessantesten ist, nämlich im Süden, wo Ettlingen am Fuße des Schwarzwaldes liegt, ist leider etwas entfernt. Ich brauche 45 Minuten um erstmal dahinzukommen und muß dabei durch die Stadt, vorbei an der Südtangente. Ätzend. Und selbst, als ich in Ettlingen ankam, bin ich auf die Fahrradkarte reingefallen, und mitten im Anstieg wechselte der Asphalt zu einem Waldweg. Das ist mir schon zweimal passiert und es ist ärgerlich. Hinzu kommt, daß die STraßen hier noch recht befahren sind. Ich muß noch ganz viele Touren starten, um die guten Wege zu finden. Ich fürchte nur, daß ich unter 3 Stunden Touren erst gar nicht das Haus verlassen sollte. Das steht wiederum im Konflikt mit dem Haussegen. Umpf.

Trekkingräder sind deutlich im Vorteil. Karlsruhe glänzt durch zahlreiche Radwege. Du kannst alles per Pedes erreichen. Das ist fantastisch. Und es gibt viele verwinkelte Wege.

Mal wieder online …

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Es ist schon sehr lange her seit meinem letzten Beitrag Mitte März. Ein Grund ist, daß ich meinen alten Laptop abgeben mußte und den neuen noch nicht ausgiebig personalisiert habe. Ein anderer Grund ist der Mangel an Zeit. Meist ist abends keine Zeit für persönliche Online Ausflüge. Somit haben sich meine Blog und Flickr Aktivitäten auf auf Facebook und Twitter beschränkt.

Viel ist passiert und ich werde es wohl nicht schaffen, gleich alles zu beschreiben. Laßt ich thematisch an die Sache rangehen.

Fahrräder

Eine der besten Investitionen der letzten Jahre war der Kauf eines Trekkingrads. Nach langen Recherchen und Besuchen von Fahrradläden haben wir uns Stevens Räder gekauft. Anna hat sich zuerst entschieden, doch das letzte Primera Luxe Lady wurde ihr vor der Nase weggekauft. Enttäuscht gingen wir nach Hause, doch glücklicherweise fand ich noch einen Laden, der keine Webseite hat, der aber einen tollen Kundenservice bietet. Die Jungs sind sogar nach 20 Uhr telefonisch in ihrem Geschäft erreichbar. Anna war so begeistert von ihrem Rad, daß sie heute täglich damit zur Arbeit fährt. Im Zugzwang und doch aus Vernunft habe ich mir auch eines gekauft, das Esprit Gent. Wir verwenden die Räder für alle Strecken, sei es um Ausflüge zu machen, in die Stadt zu fahren, zum Einkaufen oder zur Arbeit. Wir sammeln Kilometer.

Job

Wahrscheinlich die wichtigste Information ist, daß wir uns in unsere Jobs eingelebt haben. Est stellt sich heraus, daß ich längere Arbeitszeite habe als Anna. Wer hätte das gedacht. In meinem Job muß man flexibel sein, denn von heute auf morgen arbeitet man in Stuttgart. Aber egal ob in Stuttgart oder in Karlsruhe, unsere Tage beginnen um 6 Uhr morgens und dauern je nach Aktivität bei mir bis um 21 Uhr. Meien Aufgaben sind sehr spannend und Technologienah. Ich bereue in keinster Weise meine Entscheidung. Es ist zwar schade, keine Mensa um sich zu haben und auch die geregelten Arbeitstage sind luxus, aber dafür bin ich jetzt viel näher an der Materie als zuvor. Und da man ständig neuen Herausforderungen ausgesetzt ist, ist die Lernkurve steil. So wurde ich in die Arbeit an einem Angebot für eine Ausschreibung einbezogen und war begeistert, wie professionel die Teamarbeit funktionierte. Tägliche Statuskonferenzen und aufgeteilte Arbeit in Teams nach Fähigkeit gegliedert. ich war für die Architektur zuständig und konnte später auch die anderen Teams mit Review lesen unterstützen. Wer meinen Twitter Feed verfolgt hat, wird wissen, daß ich im Bereich Service Oriented Architectures, Model-driven Software Design und Java/J2EE unterwegs bin.

Wohnung

So wie wir eingezogen sind, so sieht die Wohnung immer noch aus. Gelegentlich wird sie um eine Pflanze ergänzt. Die sinnvollste Bereicherung war eine Kühl-Gefrierkombi, die auch fleißig genutzt wird. Da ich persönlich nie zuvor ein Gefriergerät besaß, habe ich es nicht genutzt und bin heute erstaunt, was man sonst alles außer Eis einfrieren kann. Dabei lernt man, daß das die Bedeutung des Haltbarkeitsdatums außer Kraft gesetzt wird. Und die Kombi das größte und einzige große Investition war, ist die nächste bedeutend kleiner, aber dennoch im täglichen Gebrauch: Eine Fußmatte.

Auto 

Der Kauf eines Fahrzeugs stand lange auf der Agenda. Doch erstens können wir uns für keinen Favoriten einigen und zweitens scheint die Zeit für einen Kauf ungünstig. Während ich für nützliche Fahrzeuge bin, ist meine besere Hälft eher der sportlichere Typ. Doch so langsam sieht sie ein, daß ei Kleinfahrzeug mit Stauraum mehr beim IKEA Einkauf bringt, als ein Flitzer, der gemäß unseren Budgets, nur wie so einer aussieht. Der andere Grund, warum wir diese Planung aufgeschoben haben, ist, daß es zur Zeit keine Einjahreswagen auf dem Markt gibt, oder zumindest nur wenige. Das zwingt uns quasi zum Neukauf. Dank der Abwrackprämie ist der Markt wie leergefegt.

Anyway, wer einen Tip hat für ein shcikes und nützliches Auto, nur her damit. Kriterien sind: kleiner Verbrauch, wenig CO2 Ausstoß, viel Stauraum, gut in der ADAC Pannenstatistik, schick. Bisher vielen in die engere Wahl der Honda Jazz (leider weniger Fahrkomfirt), der Seat Ibiza (mir zu sportlich) und der Ford Fiesta (häßliche Mittelkonsole und auch etwas weniger Stauraum). Den Opel Corsa haben wir aufgrund der politischen Lage und ADAC Pannenstatistik nicht in Betracht gezogen. Gerne hätten wir einen Golf, weil der so ziemlich alle Punkte erfüllt, aber der ist teuer und omnivalent auf der Straße (obwohl er teuer ist).

Ausflüge

Zwar könenn wir keine längere Fahrten machen, aber dennoch machen wir Ausflüge in der näheren Umgebung. So waren wir neulich am Hockenheim Ring bei Freunden. Anna ist dort aufgewachsen und wollte mir ihre Umgebung zeigen. Passenderweise hat an dem Wochenende AC/DC gespielt und obwohl ich nicht im Motodrom sein konnte, war der Sound hinter der Tribüne super. Das war ein Spaß. AC/DC ist live auch eine super Band. Vielleicht sehe ich sie ja irgendwann mal noch live.

 

Außerdem gehen wir viel wandern. Entweder im Pfälzer Wald oder im Schwarzwald. Naja, letzteres eher weniger, denn das letzte Mal  kammen wir in Bad Herrenalb an und schafften es gerade mal zu einem Café, bevor es anfing zu schütten. Wenigstens sahen wir in unseren Vollmontur-Wander-Ausrüstung ganz toll aus.

Shoppen

Manchmal geht ein Samstag fürs Shoppen drauf. Ich hasse Shoppen, denn meist dauert es lange. Als wiran einem Tag um 14 Uhr den Karstadt betraten, kamen wir um 19 Uhr wieder raus. Plötzlich sehe ich mich in der Umkleidekabin und die beste aller Frauen versorgt mich mit Nachschub. Irgendwann gewöhnt a sich s sehr daran, daß man vergißt in einer Umkleidekabine zu sein, so daß ma n die Hose auch auf dem Gang runterzieht, ehe man sich seines Mißgeschicks bewußt wird und in die nahegelegene Kabine springt. Auch neu waren die Diskussionen, welche Größe mir paßt. Ich verlor den Disput und sehe ein, daß S mir besser steht als L.

Rennrad
Ein trauriges Thema. Keine Zeit dafür.

Spinning
Auch ein trauriges Thema. Kein geeignetes Studio in der Nähe.

Lärm

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Ich muß meinem Ärger und meiner Enttäuschung Luft machen, denn irgendwie komme ich mir veräppelt vor. Je nachdem, wie der Wind steht und welche Tageszeit wir haben, ist es laut. Dann höre ich deutlich den Verkehr der nahen Landstraßen und irgendeinen Bau-/Arbeitslärm. Als wir uns die Wohnung anschauten (und das zweimal), war nichts vom Lärm zu hören. Und nun sitze ich bei geschlossenen Fenster (und sollte meinen Resturlaub genießen) und ärgere mich. Gerade ich bin doch bei Standorten mit Lärm so picky. IIn meiner Jugend hatte ich ein Kinderzimmer  zur Hauptstraße. Das sollte nie wieder geschehen. Während des Studiums habe ich im Wald gewohnt, was sich nur auf den Lärm der Kommilitonen beschränkte. Später zog ich näher an die Stadt und wohnte direkt an einer Bahnstrecke. Doch das hat mich nicht so geärgert, wie dieser permanente Lärm.

Warten wir mal den Sommer ab. Vielleicht halten die Bäume was ab. Bis dahin fahre ich alle Stadtteile von Karlsruhe ab und schaue mir die Stadt an. Ich habe sie immer noch nicht lieb gewonnen. Bei der nächsten Wohnung will ich genauer schauen. Wohnen in einer ruhigen Lage war eigentlich mein einziger großer Wunsch. Irgendwie habe ich mich weit davon entfernt. Ich will wieder ins Büro, um dem Lärm zu entgehen. Frust!

Gerne möchte ich Kristin in Les Masses (Schweiz) erinnern: “Oh diese Stille! Das ist fast schon unheimlich!” Ich habe sie genossen.

Verkalkt

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Zieht man von Saarbrücken nach Karlsruhe, bekommt eines ganz deutlich mit. Das Wasser ist stark verkalkt und hat somit einen hohen Härtegrad: 3,2 Millimol Calciumcarbonat pro Liter (rund 18°dH). Die Folge ist, daß das Spülbecken schon nach einem Abwasch deutliche Kalkflecken aufweist. Für uns hieß das:

  • Kalkreiniger besorgen und regelmäßig nutzen.
  • Nach jedem Duschen/Baden die Wanne und Armaturen wischen.
  • Wasserfilter für Wasserkocher und Kaffeemaschine besorgen.
  • Wasserkocher und Kaffeemaschine entkalken.
  • Salz für die Spülmaschine besorgen und nutzen!
  • Entkalker für die Waschmaschine besorgen und mit jedem Waschgang nutzen.

Ein hoher Härtegrad ist per se nicht ungesund, nur für die technischen Geräte schädlich. Ein hoher Härtegrad des Wassers ist auch nicht ungewöhnlich, sonst hätte sich die Industrie nicht darauf eingestellt. Wer einen besseren Überblick haben will, der sollte sich mal die Deutschlandkarte auf www.wasser.de anschauen.

Umzug

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Eigentlich stellt man sich doch einen Umzug ganz einfach vor. Kisten einpacken, ins Auto schaffen, zum Zielort fahren, Kisten aus dem Auto holen, Kisten auspacken, und Abends auf der Couch liegen. Eigentlich.

Heute wissen wir, daß ein Umzug eine große Sache ist, die man nicht allzu häufig macht. Wenn man kein Student mehr ist, sondern schon eigenes Geld verdient, dann kommt ein ganzer Rattenschwanz an Aufgaben mit dem Umzug.

Da kann Kisten packen schon mal eine Woche dauern. Dabei gehen einem dauernd Kartons aus. Stress. Auch das Papier zum einpacken geht alle. Stress. Schnell zum Altpapiercontainer laufen. Stress. Dann fällt einem auf, daß manche Kartons schwerer sind. Schon denkt man über den Verkauf von Büchern nach. Und wieso habe ich eigentlich so viele Ordner? Aus der Studienzeit und aus der Schulzeit. Nostalgie kann ganz schön unpraktisch sein. Insbesondere, wenn es sich um Rechnungen aus dem Jahr 1998 handelt. Ein Ordner nach dem anderen wurde geleert. ImHinterkopf der Gedanke, daß leere Ordner noch nützlich sein könnten; und auch die Klarsichthüllen. Das hat zur Folge, daß ich einen Karton nur mit leeren Ordnern im Keller stehen habe.

Migriert man zwei Haushalte, kommt Diskussion auf. “Was ist doppelt, was brauchen wir? Wie Du findest das nicht schön? Aber es gibt dochmehr her als Dein selbstgestrichenes etwas! Na gut, dann machen wir es halt so. Aber meine Fotoausrüstung kommt nicht in den Keller, viel zu feucht.” Oder: “Ja,es ist schön, aber so weiblich. Ob ich mich damit identifiziere kann.” Das Problem hat sich selbst gelöst.Ich stelle fest, daß ich belastbar und flexibel bin. Irgendwann ist es mir egal, sobald ich Abends auf der Couch sitzen kann. Dann ist mir das Violett der Vorhänge auch egal. Aber ehrlich: es hat schon einen coolen Stil.

Was gepackt ist, muß auch verladen werden. Also einen Transporter reservieren (mit Zielort) und Hife für Saarbrücken, Kaiserslautern (Zwischenstation), und Karlsruhe organisieren. Ging gut.

 Das Packen lief super, nur hatten wir keine Ahnung, wie wir in das volle Auto noch eine Couch, einen Schrank, ein Regal und einen Schreibtisch packen sollten. Auf der Fahrt nach Kaiserslautern haben wir uns überlegt, daß wir in Kalrsruhe schnell abladen und nochmal in Kaiserslautern die zweite Ladung holen. Glücklicherweise ist mein Sonnenscheins Papa ein Packmonster mit viel Erfahrung und einer 3D Vorstellungskraft. Hinterher habe ichmich geschämt, wieviel Platz ich beim Packen vergeudet habe. Obwohl mir sechs weitere Augenpaare zur Verfügung standen.

Auspacken in Kalrsruhe lief wie geschmiert. Als mein Papa und ich den Transporter zurückbrachten, hatten die helfenden Hände schon ganz viel aufgebaut. Schneller als ich eine Anleitung lesen kann. Am Abend waren wir groggy.

Am zweiten Tag in Karlsruhe wurde nochmals das Bauhaus besucht und weitere Dinge erledigt. Kisten wurden ausgepackt. Der Service von Kabel-BW hat uns das Internet angeschlossen. Den Termin habe ich aus der Ferne  in der Schweiz gemacht.

Am Dienstag wurde die Küche geliefert. Am Abend fing dann der Spülmaschinen-Marathon an. Endlich mal alles Geschirr gründlich säubern. Nicht ohne vorher die notwendigen Mittel im nahe gelegenen REWE zu holen. Am Abend haben wir uns dann mit einer selbstgemachten Pizza belohnt. Lecker!

Der Mittwoch nutzen wir für einen Besuch des Einwohnermeldeamts. Die Küchenlampe und die Gardinen mußten in der Diele angebracht werden. Der Muskelkater war vorprogrammiert. Aber angeblich sieht ein Mann mit einer Bohrmaschine männlich aus. Ich sollte gelegentlich in den Keller, die Bohrmaschine holen.

Am Donnerstag wurde die Waschmaschine geliefert. Dem Spül- folgte der Wasch-Marathon. Weiteres Gewusel. Bei Gelegenheit fing ich an, meine Mails abzuklappern. Es hat sich einiges angesammelt.

Am Freitag waren wir imPrinzip fertig. Sonne war vorhergesagt und wir wollten uns einen schönen Tag machen. Doch es blieb kalt und grau. Und unsere Einkaufsliste wurde länger. Insbesondere braucht man in Kalrsruhe einen Wasserfilter. Das Wasser ist recht hart. Kaum hast Du mal was abgewaschen,schon siehst Du Kalkreste in der Spüle. Ärgerlich.

Der erste Besuch kam am Samstag. Freunde, die uns schon während der Wohnungssuche freundlich empfingen, kamen im Gegenzug zu einem Kaffee. Zusammen verbrachten wir den Tag in den Abend. Bei einem Inder, wo es All-You-Can-Eat gab, wuchsen die Bäuche.

Und endlich: Sonntag. Ausschlafen und im Pyjama frühstücken. Zum ersten Mal seit Monaten. Wir hatten das Gefühl, daß der Stress nachläßt. Obowohl er erst bevorstand.

Während mein Sonnenschein am Montag den ersten Arbeitstag bestritt, durfte ich mich um die Waschmaschine, ums Kochen, ums Einwohnermeldeamt etc. kümmern. Und hey, ich stehe morgens um 6 Uhr auf.

Umzug ist am 8. März

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Wir brauchen helfende Hände am Vormittag in Saarbrücken und und am Nachmittag in Karlsruhe.

Fotos der neuen Wohnung

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Auf mehrfaches Verlangen, nun die Fotos der neuen Wohnung.

 
 
 

Wohnung gefunden

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 Okay, sie hat nur 2,5 Zimmer, aber der Rest stimmt.

  • nahe Städtischem Klinikum
  • ruhige Lage
  • ca. 90 qm würden reichen
  • Tageslichtbad
  • separates WC
  • eine Küche mit Abstellkammer für Vorräte
  • 19 Fenster im Wohnzimmer sind doch Standard
  • im neuwertigen Zustand
  • bezahlbar sollte sie auch sein
  • ein Waschkeller mit Trockenraum wäre fein
  • ein Keller wäre gut, wo ich mein Rennrad verstauen kann
  • eine Garage, für das zukünftige Auto
  • Ein Balkon, wo man im Sommer frühstücken kann. Selbstverständlich mit freiem Blick ins Grüne.
  • Und wenn es mal eine Grillparty werden soll, dann wäre ein Garten recht. Zumindest eine Gartenmitbenutzung. Vielleicht mit einem Freisitz.

  • Und im Winter wäre ein Kamin toll.
  • … natürlich zuzüglich zur Fußbodenheizung … unter hellem Fliesenboden.
  • Und damit mein Burgfräulein auch glücklich ist, wäre ein Erker im Wohnzimmer nicht schlecht. Oder besser zwei, damit sie auch im Schlafzimmer glücklich bleibt.

  • Natürlich muß man auch mit dem Landlord gut auskommen. Eine freundschaftliche Beziehug wäre gut. So auch zu den Mitbewohnern.

  • Vielleicht bietet der Landlord auch an, die Gartenpflege selbst zu übernehmen. Oder die beratende Hilfe bei der Einrichtung.

Sorry, aber der Joke mußte sein. Als wir die Punkte aufgezählt haben, da klang alles so übertrieben, daß ich es einfach in den Blog schreiben mußte. Allerdings müssen wir auch einige Abstriche machen. Die Anfahrt in die Stadt ist schon gewöhnungsbedürftig. Der ÖPNV ist zwar sehr gut, da die Straßenbahn die ganze Nacht fährt und tagsüber sogar alle zehn Minuten, aber eigentlich sind wir es gewohnt, einfach malvor die Haustür zu treten und in die Stadt zu spazieren. Ein weiterer Minuspunkt ist die Nähe zur Landstraße. Gerade jetzt im Winter, da Winterreifen genutzt werden und die Bäume kein Laub mehr tragen, ist es für meinen Geschmack zu laut. Ich habe einfach zu lange an einer Hauptverkehrsstraße gewohnt. Es ärgert mich, daß ich das bei der Besichtigung nicht bemerkt habe. Aber da stand wohl der Wind sehr günstig. Vielleicht gibt sich das im Sommer.

Unterm Strich haben wir eine tolle spießige Wohnung, die wir erstmal genießen werden. Eir sehr froh, daß wir überhaupt eine Wohnung gefunden haben.  Nun warten weitere große Investitionen auf uns: Küche, Möbel, Auto. Für Tipps wären wir dankbar.

 

Qualvolle Wohnungssuche

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Letzten Mittwoch und letztes Wochenende waren wir in Karlsruhe auf Wohnungssuche. Es war frustrierend und enttäuschend. Dadurch, daß wir in Saarbrücken leben, und daß der Wohnungsmarkt in Karlsruhe heiß umkämpft ist, sind wir klar im Nachteil. Aus der Ferne blieben uns nur wenige Möglichkeiten, zu agieren:

  1. Auf Immobilienscout24.de die Angebote verfolgen
  2. Die Anzeigen in der Samstagsausgabe der Badischen Neuesten Nachrichten verfolgen
  3. Selbst inserieren

Doch das ist nicht so einfach, wie wir uns vorgestellt haben.

  1. Auf Immobilienscout24 inserieren hauptsächlich Makler, die eine Monatscourtage von 2,38 MM verlangen.
  2. Die Zeitung mit dem Immobilienmarkt kommt Samstags raus, wir erhalten sie per Post am Montag. Wenn wir Montags anrufen, sind die Wohnung entweder schon vergeben, oder es haben sich zig Interessenten gemeldet, so daß die Vermieter uns gleich absagen oder erst gar nicht ans Telefon gehen. Auf fünf Chiffreanzeigen haben wir reagiert, doch keiner hat sich bei uns gemeldet. Wenn wir einen Termin ergattern konnten, dann nur aus Mitleid, da wir von auswärts anreisten.

  3. Unser Inserat ging in der Flut der anderen Suchenden unter. Es finden sich mehr Suchende als Angebote in der Zeitung.
  4. Als wir bei einem Besichtigungstermin am Mittwoch antanzten, tanzten 15 andere schon den Walzer. Die Wohnung war groß und gut geschnitten, aber sie lag in der Nähe eine Hauptverkehrsstraße und der Vertrag ging fest über 4 Jahre.

  5. Wir dachten, wir hätten eine Chance bei einer Familie in Mühlburg, doch auf Anfrage am Freitag, erfuhren wir, daß wir nicht in Betracht kommen. Komischerweise fand sich die Wohnung am Sonntag bei Immobilienscout24 wieder.

Dabei sind unsere Ansprüche doch nicht groß. Schließlich sind wir ein Doppelverdiener Akademiker Paar, das schlicht und einfach eine Wohnung sucht. Und unsere Vorstellungen sind wirklich nicht überzogen:

  • 3ZKB
  • nahe Städtischem Klinikum
  • ruhige Lage
  • ca. 90 qm würden reichen
  • Tageslichtbad
  • separates WC
  • eine Küche mit Abstellkammer für Vorräte
  • 19 Fenster im Wohnzimmer sind doch Standard
  • im neuwertigen Zustand
  • bezahlbar sollte sie auch sein
  • ein Waschkeller mit Trockenraum wäre fein
  • ein Keller wäre gut, wo ich mein Rennrad verstauen kann
  • eine Garage, für das zukünftige Auto
  • Ein Balkon, wo man im Sommer frühstücken kann. Selbstverständlich mit freiem Blick ins Grüne.
  • Und wenn es mal eine Grillparty werden soll, dann wäre ein Garten recht. Zumindest eine Gartenmitbenutzung. Vielleicht mit einem Freisitz.

  • Und im Winter wäre ein Kamin toll.
  • … natürlich zuzüglich zur Fußbodenheizung … unter hellem Fliesenboden.
  • Und damit mein Burgfräulein auch glücklich ist, wäre ein Erker im Wohnzimmer nicht schlecht. Oder besser zwei, damit sie auch im Schlafzimmer glücklich bleibt.

  • Natürlich muß man auch mit dem Landlord gut auskommen. Eine freundschaftliche Beziehug wäre gut. So auch zu den Mitbewohnern.

  • Vielleicht bietet der Landlord auch an, die Gartenpflege selbst zu übernehmen. Oder die beratende Hilfe bei der Einrichtung.

Schade, daß wir nicht soviel Platz in unserer Anzeige hatten. Nächstes Wochenende geht es wieder nach Karlsruhe. ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

Auf nach Karlsruhe

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In die Reihe der großen Entscheidung fügt sich nun eine ganz wichtige ein. Nach 13 Jahren in Saarbrücken ziehe ich weiter nach Karlsruhe. Damit sind zwei weitere Ereignisse verbunden. Erstens, Anna und ich gehen gemeinsam nach Karlsruhe und ziehen folgerichtig zusammen. Zweitens, ich habe einen neuen Job.

Im neuen Job arbeite ich für Logica als IT Consultant (Professional Software Developer) im SOA Bereich. Ich werde direkt beim Kunden arbeiten, was möglicherweise am Anfang EnBW sein wird. Generell werde ich im Raum Karlsruhe eingesetzt, es kann aber auch sein, daß ich mal nach Stuttgart oder im ganzen Raum Baden-Württemberg arbeiten werde.

Logica wollte mich aufgrund meiner J2EE Kenntnisse als auch meiner Softskills. Im J2EE Bereich biete ich Wissen über Spring, Struts2, Hibernate, Maven, Continous Integration, etc. Umgekehrt bietet Logica mir tolle Weiterbildungsperspektiven als auch Chancen der beruflichen Weiterentwicklung. Die IT entwickelt sich so schnell, daß es gefährlich ist, sich nicht auf dem aktuellen Stand zu halten. Mit Logica fand ich einen Arbeitgeber, der die Gefahr kennt und aktiv verhindert. Ich muß mir keine Sorgen machen, in fünf Jahren nichts mehr wert zu sein. Ganz im Gegenteil. Neben diesen wichtigen Punkten, spricht auch für Logica, daß man durch den Einsatz fürs Unternehmen in Form von Publikationen, Vorträgen oder Mentoringprogrammen, Bonuspunkte sammeln kann, die sich in Geld umwandeln lassen. Nicht das Geld ist wichtig, sondern die Tatsache, daß Engagement wahrgenommen wird.

Meine Bewerbungsphase war neben der Ausübung des derzeitigen Jobs recht stressig. Bewerbungsgespräche (sowohl telefonisch als auch persönlich) unterbrachen meinen gewohnten Arbeitsablauf. In einer Woche bin ich einmal nach Augsburg, einmal nach Frankfurt und zweimal nach Karlsruhe gefahren. An einem Tag bin ich von Saarbrücken mit der Bahn nach Frankfurt zu einem Vorstellungsgespräch um 9:30 Uhr, und von dort aus zum nächsten Gespräch nach Karlsruhe um 18 Uhr gefahren.

Insgesamt habe ich sehr gute Gespräche geführt. Dabei bewahrheitet es sich, daß man immer gut vorbereitet sein muß und seinen Stärken und Schwächen kennen sollte. Nicht zu vergessen ist ein sicheres Auftreten. Wenn man Fähigkeiten hat, dann sollte man sie nicht verschweigen. Ich habe zunächst meine Bewerbungsunterlagen aufgefrischt, da sie nach 2004 doch zu trocken waren. Inzwischen habe ich etwas dazugelernt und wollte das auch in meinem Lebenslauf festhalten. Auf die Bewerbungsgespräche habe ich mich vorbereitet, indem ich typische Fragen recherchiert und abgearbeitet habe. In PowerPoint erstellte ich mir zu jeder Frage eine Slide mit Stichwörtern zu einer optimalen Antwort sowie Beschreibungen, wie ich mich in dieser Situation sehe. Die Buzzwords, die ich jedem auf den Weg geben kann sind:

 

  • nie Lügen
  • Schwächen in Stärken umwandeln
  • über eigene Erfahrungen reden

 

Bedenkt, der Personaler will etwas über Euch herausfinden. Er hat Erfahrung damit, herauszufinden, ob man zueinander paßt. Manchmal wird der Personal absagen, um vom gegenseitigen Schaden abzuwenden.

Eine andere Erfahrung, die ich gemacht habe zeigt, daß Vorbehalte gegenüber Mitarbeitern der Universität existieren. Teilweise haben sie Vorurteile, aber teilweise auch konkrete schlechte Erfahrungen gesammelt. Dafür habe ich Verständnis, denn daß es an der Uni gemütlicher zugehen kann, kann ich bestätigen. Umso mehr war es wichtig darzustellen, daß meine Arbeit in einer international ausgerichteten Gruppe mit Beteiligung an EU Projekten ebenfalls anspruchsvoll ist. Und trotzdem habe ich auch Absagen erhalten, mit der Begründung: “Ihre gewöhnliche Arbeitserfahrung im akademischen Umfeld, paßt nicht zu unserer wirtschaftlichen Ausrichtung.”

Daß ich eine interessante Aufgabe gefunden habe, ist in meinen Augen vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise ein Erfolg. Auf der anderen Seite ist der Erfolg auch erklärbar. Obwohl wir am Anfang der Wirtschaftskrise sind und die Konsequenzen der nächsten zwei Jahre noch nicht absehen können, ist zu erwarten, daß Firmen gerade jetzt nach IT Lösungen suchen, die eine Kostenersparnis bringen. Darum sind IT Arbeitsplätze ungefährdet. Trotzdem sind gerade Firmen im Finanzsektor vorsichtig geworden und werden mit Investitionen erstmal vorsichtig sein.

Eigentlich wollten Anna und ich nach Freiburg. Dies ist aufgrund der kleinen IT Landschaft erstmal gescheitert (so auch der Stadt-Kandidat Ulm). Bei einem Wegfall des Jobs in schlechten Zeiten, droht die Gefahr, keinen Ersatz zu finden. So habe ich mich auf Karlsruhe festgelegt. Und für Anna ist das ebenfalls ein gutes Pflaster. Mit insgesamt vier Krankenhäusern, davon zwei großen städtischen Kliniken hat sie sehr gute Arbeitsaussichten.

Meinen neuen Job habe ich über Computer Futures Solutions gefunden. CFS ist eine Job Consulting Agentur. Das Prinzip ist wie folgt: Eine Firma hat eine offene Stelle, aber nicht die Kapazität, viele Bewerber zu sichten. Der Bewerber kann die üblichen Jobbörsen durchstöbern, wird aber die eine bestimmte Firma nicht finden. CFS bringt beide Parteien zusammen, indem die Berater die Eigenschaften des Bewerbers ermitteln und mit den offenen Stellen vergleichen. Sie nehmen somit den Unternehmen wichtige Zeit ab, indem sie die ungeeigneten Kandidaten herausfiltern. Sie schlagen somit nur passende Kandidaten vor. Es ist eine Win-Win Situation: Das Unternehmen findet einen passenden Kandidaten, der Kandidat ein passendes Unternehmen, und CFS verdient Geld. Jeder CFS Berater ist für einen bestimmten Bereich und für eine bestimmte Region zuständig. Meine Beraterin hat einen guten Job gemacht und viel Geduld mit mir gehabt.

Also, ab dem 1.April habe ich eine Karlsruher Adresse. Damit rücken wir deutlich näher an die Frankfurter. Karlsruhe liegt zentral, innerhalb von zwei Stunden erreichen wir alle wesentlichen Städte, wo Freunde, Familie und Sehenswürdigkeiten zu finden sind: Frankfurt, Kaiserslautern, Stuttgart, Ulm, Freiburg, Straßburg, und Heidelberg. Auch nach Neuss komme ich mit dem ICE innerhalb von drei Stunden. Und der Schwarzwald beginnt vor der Haustür. 11 Jahre Hügelfahrten im Saarland waren ein nettes Training. Nun wird es mit dem neuen Rennrad anspruchsvoller. :-)

Rock on!

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