Disclaimer. Ich weiß, ich trete manch einem auf die Füße, aber dieser Artikel ist Satire und so bitte ich um herzliches Mitlachen.
21 Pistenschlümpfe machten sich vor rund zwei Wochen auf in den verdienten Skiurlaub. Die Schlümpfe teilte sich auf auf den Saar-Lux-Express, Air Hamburg, City Night Line, Koblenz Connection und die Rhein/Main Metropolitan Organization. Während bei den ersteren die Anfahrtspläne schnell geregelt waren, kam es bei den Metropolitans zu detailverliebten Diskussionen insbesondere im Punkt Fahrtkosten. Der Imperator führte per Dekret das Modell “Vorjahr” ein und wurde prompt vom Senator in Energiefragen bestätigt. Zwischenzeitlich war er gewillt, seine Göttlichkeit abzulegen und sich unters Volk zu mischen und mit ihm inkognito als gewöhlicher Insasse mitzurollen.
Doch des Imperators Argumente fanden Gehör, wenn auch nur in der Subkultur. Man fragte sich, wie die PKW-Abnutzung bemessen werden soll, um sie in Relation zu den Spritkosten zu setzen. Offensichtlich genossen der Imperator und Senator eine ausgiebige Ausbildung in Sachen BWL, die uns anderen verwehrt blieb. Die Subkulturellen ergossen sich im halbspekulativen Wissen und mutmaßten, ob die Rechnung der PKW-Abnutzung unter Einbeziehung des Reifenabdrucks im Verhältnis zum Gewicht der Mitfahrer aufgestellt wurde. Schon schmissen Schlaumeier ein, daß der Reifenabdruck den Parameter “Winterreifen” trägt. Ob die Großrechner die Kostenkalkulation nach der Fahrt aufgrund der Verwendung von Schneekette neu berechnen würden? Was wenn ein Vehikel keine benötigt. Nicht zu vernachlässigen ist auch die Schädigung der Karosserie durch gestreute Straßen, was wiederum von der Reifenbreite voranfahrender Fahrzeuge abhängt. Leichter ist da der Vergleich zwischen dem tiefenentspannt-fahrenden Finanz-Pistenschlumpf und dem auf Maxima ausgerichteten Imperator.
Wir sehen, die Subkultur identifizierte formative Unbekannte, die von den Großfinanziers, den Main-Mogulen, den Mighty Metropolitans wohl summativ und approximativ erfaßt wurden.
Eine Woche später. Eine Reisewelle setzt sich in Bewegung. Der Saar-Lux Express beginnt bereits am Freitag Abend, die Metropolitans folgen Samstag in der Früh. Air Hamburg ist da ganz relaxed und überfliegt alle im Laufe des Tages während City Night Line sich durchs Ländle schlängelt. Die KFZ Abnutzungsdiskussion ist passé und ersetzt durch die Sorge, das richtige Santa Christina in Italien in den Navi einzugeben, und wie man an der holländischen Invasion ungehindert vorbeizieht. Navi und Maut sei Dank für glorreiche Lösungen.
Unterdessen verbreitet sich im City Night Line das Gerücht, zwei Schwarzfahrer mit Namen Mehdorn und Schell wären gesichtet und bespitzelt worden. Gesprächsschnippsel kursieren, wonach die Abnutzung der Metropa Kaffemaschine nicht in den Preis des Tickets einfließt. Während Mehdorn auf Kaffeeausschüttung zum verteuerten Preis für alle Passagiere pocht, kündigt Schell den Streik des Lokführers an. Es fand sich ein Passagierwortführer, der die Schlichtung in die Hand nahm. Mit der famosen Forderung nach einer Beendigung dieser sich abnutzenden Diskussion und der damit verbundenen Drohung, alle Passagiere aussteigen zu lassen, und damit sowohl die Kaffeeausschüttung als auch den Streik überflüssig zu machen, wurde der unselige Diskurs beendet. Fortan zogen beide Herren sich zurück und führten ein wirres Gespräch über Steine im Licht.
Air Hamburg hingegen startete glücklich, doch über Österreich kam es zu Tumulten, als der Pilot eine Rückkehr anordnete, weil er angeblich Sommerreifen aufziehen ließ, die von Ryan Air gestellt wurden und eher Slicks ähnelten. Doch der wahre Grund fand sich im Internet bei YouTube. Der Pilot war von Sinnen und so waren Abnutzungserscheinungen andernorts zu suchen.
Ein aufregender Tag nahm seinen Lauf und schon bald fanden sich die Gladiatoren und Gladiotessen am Ort der allährlichen Winterspiele. Gemeinsam widmete man sich der Abnutzung der Bretter unter den Füßen und vergaß jegliche Zahlenspiele. Zumindest bis der Finanzschlumpf als ausgewiesener Experte seine Zahlen an den Rest der Gruppe schlumpfte.
Nachtrag: Für meine Rechtschreibung gibt es keinen Duden. Spart Euch die Kritiken.










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