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Okt 20
Hoppla, offensichtlich ist mir da ein Beitrag durch die lappen gegangen.
Dubai ist als Zwischenstop weiterhin zu empfehlen, aber beim nächsten Mal werde ich meine Stop anders planen. In der Stadt selbst gibt es nicht viel zu sehen und im Shopping Rausch bin ich in der Regel auch nicht. De facto kann man im Duty Free Bereich des Flughafens auch gut einkaufen. Daher macht ein Stadthotel keinen Sinn für mich. Darüber hinaus sind die Hotels sehr teuer. Am besten sucht man sich eines aus, das weiter abseits liegt. So wird es wesentlich günstiger und ruhiger.
Dubai wird erst so in fünf Jahren wieder interessant, wenn die großen Projekte abgeschlossen. Wenn der Baulärm und -schmutz einmal weg ist, dann kann man Dubai auf Schusters Rappen auf eigene Faust erkunden. Einen längeren Aufenthalt würde ich nur in Kombination mit einer Reise durch die Vereinigten Arabischen Emirate mit Abstechern zu den Nachbarländern machen.
Für alle Aktivitäten empfehle ich die Wintermonate, im Sommer ist es schlicht und einfach zu heiß.
Sep 29
Das Highlight in Dubai war der Ausflug in die Wüste. Eigentlich liegt Dubai ja selbst in der Wüste. Da aber die Stadt wächst, muß man mittlerweile 45 Minuten rausfahren, um wirklich nur noch Wüste um sich zu haben. Auf dem Weg zu unserem Zielort sind wir ein Stück Autobahn gefahren und ich wunderte mich, wie es zu der Böschung links und rechts der Straße kam, da dahinter nichts lebendes zu sehen war. Da wies uns Ranjid, unser Fahrer, auf die Schläuche hin: Die haben tatsächlich entlang der ganzen Autobahn ein Bewässerungssystem installiert. Das kann auch nur hier passieren.
Ich vergaß völlig zu erwähnen, daß ich den Ausflug mit Arabian Adventures gemacht habe. Während der Fahrt unterhielt ich mich mit Ranjid und fragte ihn, ob es auch andere Veranstalter gibt. Dies ist der Fall, aber Arabian Adventures ist der größte und zählte mal auf, was alles zur Flotte gehört: 80 Jeeps, einige Busse, 3 Schiffe und über 100 Flugzeuge. Als ich letzteres hörte, schaute ich doof aus der Wäsche, denn ich dachte, ich hätte mich verhört. Hab ich aber nicht, Arabian Adventures gehört zur Emirates Group. Ha ha! Okay, an dieser Stelle ein Tip an alle Emirates Reisende: Schaut Euch ganz genau die Emirates Group an. Darin sind auch Hotels verzeichnet und man bekommt Discounts, wenn man mit Emirates fliegt!!! Übrigens ist Arabian Adventure der einzige Reiseveranstalter, der durch ein geschütztes Reservat fahren darf.
Nun aber wieder zurück zur Wüste. Es war eine trockene Hitze, die im Vergleich zum Meer richtig angenehm war. Und so lebensfeindlich dieser Raum ist, ist er doch wunderschön. Und so kann der wilde Spaß beginnen! Ranjid gab alles, wirbelte das Lenkrad hin und her, Sand staubte auf, es ging rauf und runter wie auf der Achterbahn. Insassen vorn eim Auto hatten einen super Blick, Insassen hinten im Auto den wildesten Ritt.
Zwischendurch wurden Stops eingelegt, einer auf einer Kamelfarm, wo ich einen Falken halten durfte. Der Mann auf dem Foto neben mir ist der Besitzer der Kamelfarm. Das ganze war schon sehr touristisch aufgezogen. Innerhalb einer halben Stunde kam eine Horde von Touris, die sich anstellten, um für 20 Sekunden ein Foto zu machen. Man konnte sich gar nicht mal den Falken anschauen.Kaum war ich draußen, habe ich mir fix ein Kamele angeschaut, das wohl der Star war, so häufig, wie es geknippst wurde, und schon ging es weiter. Die Zeit drängte, der Sonnenuntergang stand bevor - ein weiteres Highlight. Wie einst Lawrence von Arabien stand ich auf einer Düne und beobachtete den raschen Sonnenuntergang. Es verblüfte mich, wie schnell alles vorbei sein kann, und wie zeitig die Dämmerung und bald die Nacht einsetzt.
Kurz darauf erreichten wir das Wüstencamp. Wir durften auf Kamelen reiten, uns wurde ein tolles Barbecue serviert, eine Bauchtänzerin heizte uns ein, und wer wollte, rauchte eine Shisha. Wir vermuteten, daß die Bauchtänzerin keine Emirati war, denn derartige Kleidung und Bewegung ist in dem islamischen Staat bedenklich. Hier wurde vermutlich ein Kompromis gefunden. Nach der Show wurden für fünf Minuten die Lichter ausgemacht und jeder lehnte sich zurück und beobachtetet den reichen(!) Sternenhimmel. Lediglich den Mond sah ich nicht, was mich immens verstörte.
Dieser Trip war der Höhepunkt in Dubai. Schade, eine Übernachtng in der Wüste stand nicht auf dem Programm.
Sep 28
Saarbrücken, Shanghai, Dubai. Das sind drei völlig unterschiedliche Lebensräume mit verschiedenen Kulturen und Bildern. Und mittendrin sind Menschen. Fliegt man nach Shanghai, äußert sich der auffälligste visuelle Unterschied in den Gesichtszügen. Später fällt einem auf, daß Chinesen schwarze Haare haben, klein und schmächtig sind. Dieser Unterschied kann durch Touristen immens bekräftigt werden. So geschehen in Dubai. Kaum angekommen störte mich der Anblick all dieser Bierbäuche und häßlichen, fettarschigen und dickbäuchigen Europäer und Amerikaner. Aber auch Dubais Bevölkerung hat ein Gewichtsproblem, vor allem Frauen, denen das Ausüben eines Sports erschwert wird. Diejenigen, die am Reichtum Dubais profitieren können und liberal eingestellt sind, stellen es zur Schau. Frauen, die nicht durch die Burqa verhüllt sind, machen Selbsttests als mobile Douglas Feromonsäulen, schmücken sich mit Gucci Taschen, Brillen und Uhren, und pinseln sich eine wirklich abschreckende Kriegsbemalung ins Gesicht. Ob das schon Kunst an der Frau ist? Ich weiß es nicht, aber meinen Geschmack hat es nicht getroffen. Alles nur Ischen.
Sehnsüchtig erinnerte ich mich an die schönen asiatischen Frauen und schaute mir gelegentlich die Fotos auf dem kleinen Display meiner Spiegelreflex an.
Sep 26
Ist man in einem fremden Land, lohnt sich ein Blick in die lokale Zeitung, um zu verstehen, was das Land bewegt und wie die eigene Kultur aufgenommen wird. Leider viel zu selten blickte ich in die Zeitung, vielleicht auch aus gutem Grund, denn die Khaleey Times ist eine sehr informative und sachlich-objektiv gestaltete Zeitung. Ich hätte viel mehr Artikel lesen können, insbesondere die aus dem arabischen Raum. Hier fanden sich viele Artikel zu Problemgebieten wie Palästina, Iran, Pakistan und Myanmar. Was mich stutzen ließ, ist die mangelnde Kritik am Westen. Ich kann mir vorstellen, daß da eine bestimmte Politik im Hintergrund eine Rolle spielt.
PS: Wußtet Ihr übrigens, daß Äthiopien immer noch den julianischen Kalender führt?
Sep 25
Es wird Zeit, den Übergang zu den Dubai Geschichten zu machen. Ja, ich habe noch ganz viel zu erzählen und kann nicht damit aufhören. Wie schön, daß ich eine feine Überleitung von Shanghai zu Dubai im Angebot habe, nämlich meine Erfahrungen mit Taxifahrten.
Shanghai. Man steigt in ein Taxi und hofft, daß der Fahrer englisch kann, was in der Regel nicht der Fall ist. Stattdessen wird in jedem Reiseführer empfohlen, sich den Ort auf chinesisch aufschreiben zu lassen und das dann dem Fahrer zu zeigen. Martin ist aber kein typischer Tourist und übte die korrekte Aussprache mehrfach, bevor er in ein Taxi (übrigens sehr günstig) stieg. Kaum drin, schon sage ich mit fester Stimme (ungefähr) : “Ü ü garden.” Der Fahrer schaut mich verständnislos an. “Ü ü garden.“, wiederhole ich und wähle danach eine Variante, denn ich könnte mich ja vertan haben: “Jü jü garden.” Hmm, geht auch nicht.
Na gut, dann hole ich den Reiseführer raus und zeige ihm die Straße auf dem Plan. Dummerweise ist der Plan in lateinischer Schrift, was ihm nicht hilft. Aber von Carsten hatte ich noch einen chinesischen Plan. Doch auch vier Augen konnten in dem Plan nicht die Straße aus dem Reiseführer entdecken. Da kam mir der Geistesblitz und ich zeigte ihm das zugehörige Foto im Reiseführer. “Ah! Ü ü garden!“, schallte es mir mit einem Lächeln entgegen und der erste Gang wurde eingelegt. Noch Fragen?
Dubai. Ganz anders im vom Geld regierten Dubai. Fast jeder Taxifahrer spricht englisch, was aber nicht heißt, daß man auch dort hinkommt, wo man möchte. Ein Beispiel: Bei der Hitze und bei den Entfernungen ist der Tourist grundsätzlich auf Taxen angewiesen, und nicht nur der. Daher sind Taxen vor Shopping Malls (hier:Mall of Emirates) zu genüge vorhanden und falls nicht, dann winkt der Taxi-Boy schnell eines an den Taxistand herbei. Manchmal, so auch mir geschehen, spricht ein Taxifahrer Dich kurz vorm Ausgang an. In der Regel sind das Privatiers, die gegen gutes Geld, die Person befördern wollen. Mißtrauisch gegenüber seiner Preisangabe, lehnte ich ab und stellte mich in die kurze Warteschlange als Dritter an. Da ruft der Taxiboy mir zu und zeigt wiederum auf so einen Privattaxi. Trotz Bedenken steige ich ein nenne mein Ziel, das der Strand neben dem Burj Al Arab sein sollte. Der Taxifahrer entschuldigt sich und sagt, daß er nur in die Stadt fahre weil er Pause oder Feierabend machen wolle. Ich steige aus und schaue mißmutig auf die plötzlich angewachsene Schlange am Taxistand. Nach einer halben Ewigkeit erwische ich ein reguläres Taxi, doch der Fahrer hat einen eigenen Kopf: “Ich bringe Dich zu einem anderen Strand. Ist viel schöner.” “Nein, nein.” antworte ich und bekräftige, daß ich weiterhin zu meinem gewählten Ziel möchte. “Aber alle Touristen gehen zu diesem anderen Strand. Ist viel schöner.” Ich merkte, das könnte schwierig werden: “Vielleicht. Aber ich möchte zu diesem Strand hier …“, und deute auf die Karte, “… damit ich Fotos vom Burj Al Arab machen kann.” Als Antwort erhalte ich ein lapidares: “Das ist verboten!“. Da ich eh schon geladen, war gab ich auf und sagte ihm schlicht, er solle mich zurück ins Hotel bringen. Gesagt und getan, am Ende hat er mich noch ums Geld behumpst. Um meine Laune zu erhalten habe ich Plan B aktiviert und bin zum Strand.
Eine andere Dubai Taxi Geschichte ging wie folgt. Ausgerechnet in der Rush Hour wollte ich zum Heritage Village und ein Dorfmuseum entlang des Dubai Creeks besuchen. Ich merkte schon bei der Anfahrt, daß vor dem Eingang kaum Touristen und gar keine Taxen sind. Also machte ich mit dem Fahrer aus, daß er oder ein Kollege mich in einer halben Stunde abholen soll. Es kam natürlich niemand und die Lage wurde in 45°C Hitze ein wenig unangenehm. Ich ging wieder ins Heritage Village, wo im Eingangsbereich einige Händler kleine Läden betrieben. Und da stand ich als Tourist im Innenhof, als alle Türen aufgerissen wurden und mir ein Kanon “Wollen kaufen …?” entgegen schmetterte. Mein Plan war, bei einem Händler ein Getränk zu kaufen und im Gegenzug um einen Anruf bei der Taxizentrale zu bitten. “Telephone? There is a telephone next to the taxi stand.” Argh, das war mir schon klar, nur daß es aus irgendeinem Grund nicht ging. Auch der Versuch, mit meinem Handy anzurufen (trotz teurem Roaming) schlug fehl. Die Rettung nahte in Form eines BigBusCompany Busses. Ich bat den Reiseführer (ein Asiate!) mich nur bis zum nächsten Stop mitzunehmen, wo ich besser ein Taxi bekommen könnte. Zufällig war der nächste Stop der Gold Souq, auch eines der ganz großen touristischen Ziele. Ich fand es langweilig und wollte endlich ins Hotel. Ich erspähte den Taxistand und war glücklich, mehrere Taxen dort zu entdecken. Doch beim Nähertreten ertönte der Muezin aus den Lautsprechern und ich sah, daß kein Fahrer drin saß. Es war spät Nachmittag und alle waren beim Gebet. Noch Fragen? Glücklicherweise kam zwei Minuten später ein indischer Taxifahrer vorbei, der mich mitnahm und ordnungsgemäß am Hotel absetzte.
Kultur kann ganz anstrengend sein. Vielen Dank an die Big Bus Company für den Ride. Deren Konzept, jedes touristische Highlight auf einer Route anzufahren, Touristen aus dem Bus zu lassen und neue aufzunehmen (hopp on - hopp off), kann ich empfehlen. Auf der Tour verkehren mehrere Busse. Auf diese Weise kann man Dubai an einem Tag sehen. Mehr geht bei der Hitze eh nicht. Ich habe gerade einen Blick auf deren Karte geworfen und ich ärgere mich, daß ich von der Big Bus Company nichts wußte. Die sind echt okay.
Sep 20
Auf dem asiatischen Kontinent geht die wirtschaftliche Post ab, wenn nicht sogar Rakete, und wir in Europa schauen neidisch zu und ziehen trotzdem die Handbremse kräftiger an unsere dicken Bäuche ran. Dabei werden wir nicht müde, auf Asiaten zu zeigen und sie der Faulheit, des geistigen Diebstahls oder der Ausbeutung der niederen Gesellschaftsklassen zu bezichtigen. Wie famos falsch kann ein solches Bild nur gezeichnet werden.
Zu Schulzeiten war Stadtplanung ein Thema in meinem Erkundeunterricht. Doch leider waren lediglich provinzielle Kleinstädte Gegenstand unserer Untersuchungen. Interessante Metropolen kannte ich lediglich aus dem Fernsehen. Heute sind Städte wie Shanghai und Dubai die Spielplätze von international renomierten Architekten und Stadtplanern, die sich nach Lust und Laune auslassen können. Die Champions League dieser Disziplinen ist hier anzutreffen. Mittlerweile kann ich über das Pseudonym “Mainhatten” nur schmunzeln. Was hier suggeriert wird, ist so anmaßend und selbstüberschätzend, daß ein Kosmopolit mittlerweile mehr über die Differenz zwischen dem Sein und dem Schein diskutiert,welche rekordverdächtige Ausmaße annimmt.
Die Shanghai Urban Planning Exhibition Hall ist ein Museum, in dem die Stadtgeschichte erzählt und ausgestellt wird und informiert darüber hinaus über zukünftige Pläne. Davon gibt es genug, um für künfitige Aufgaben bereit zu sein. Man muß sich nur den Terminkalender der Stadt anschauen und wird darin Ereignisse finden wie Frauen Fußballweltmeisterschaft 2007, die Vorrundenpartien der Olympischen Spiele 2008, die Olympischen Spiele der Paralympics 2008 und die Weltausstellung EXPO 2010. Shanghai soll DIE Metropole der Wirtschaft sein und Touristen weiterhin als “Hub” (Zwischenstation) auf ihren Reisen dienen. Eindrucksvoll werden die Pläne in Form von Modellbauten ausgestellt.
Wo Anfang der 90er Jahre noch die Bauern in den Reisfeldern standen und niemand sich darum scherte, ist das Viertel heute weltbekannt durch seine über alles strahlende Skyline. In diesem Tempo soll es weitergehen. Für die EXPO 2010 werden ganze Stadtviertel abgerissen/saniert. Das sind Dimensionen, die wir uns in Deutschland kaum vorstellen können. 32 km vor der Küste wird eine Insel zu einem Tiefseehafen, dem Yangshan Deepwater Port, und somit zu einem internationalen Umschlagplatz umgestaltet. Waren zwischen Insel und Festland werden über eine Brücke transportiert. Die Transrapidstrecke soll verlängert werden, der Flughafen bekommt ein weiteres Terminalgebäude, und der neue Hauptbahnhof ist der modernste, den ich bisher gesehen habe. All das wird in einem fantastischen Modell festgehalten.

Doch all dies ist nichts gegen Dubai. In Deutschland kennen wir so manch ein wahnsinniges Projekt, das hier auf offene Ohren und Geldströme stößt. Vielleicht das bekannteste Gebäude ist das Burj Al Arab, das laut eigenen Angaben nach das einzige 7 Sterne Gebäude der Welt ist (offiziell gibt die Skala nur 5 Sterne her.). Doch von allen bekannten Projekten ist das wohl das uninteressanteste.
Die Palme(n) — es sind drei — sind da schon erste Wegweiser und werden als die nächsten Weltwunder präsentiert. Die Waterfront, eine gigantische Neulandaufschüttung um eine der Palmen sprengt die Vorstellungskraft. Draußen, 5km vor der Küste, wird eine Inselgruppe in Form einer Weltkarte aufgeschüttet. Ich hatte das Glück,mit dem Flugzeug darüber zu fliegen. Erste Prominente haben schon Inseln reserviert. Das erste Unterwasserhotel der Welt wird natürlich auch in Dubai gebaut.
Das jetzt schon höchste Gebäude der Welt, das Burj Dubai, befindet sich noch im Bau. Die endgültige angestrebte Höhe wird geheim gehalten, wird aber zwischen 700 und 800m geschätzt. Nach Fertigstellung wird mit Bauarbeiten für das nächste höchste Gebäude, daß die Schallgrenze von 1 km Höhe deutlich überschreiten wird, begonnen.
Wo sonst kann man einfach so ein komplettes Downtown inklusive Kanal, Yachthafen (Dubai Marina) und Metro aus dem Boden stampfen? Es gibt die Viertel Media Village (CNN, dpa), Internet Village, Knowledge Village und weil die US Wirtschaft stagniert, ist New Silicon Valley ebenfalls im Bau. Architektonische Meisterwerke sprießen aus dem Boden. Hochhäuser mit einer spiralenförmigen Fassade geben “dem Leben den richtigen Dreh”. Oder wie wäre es mit einem Hochhaus, wo man eine komplette Etage bewohnen kann? Nichts besonderes? Na dann sagt mir doch, wo sonst kann ich das Wohnzimmer der 42. Etage einfach mal in die Sonne drehen?
Versteht Ihr nun, warum Mainhatten ein internationaler Zwerghatten ist? Was uns vor nicht allzulanger Zeit in Science Fiction Büchern/Filmen begegnete, ist bereits Realität und in 10-20 Jahren werden Konstruktionen fertiggestellt sein, von denen wir nicht zu träumen wagen. In Dubai und Shanghai muß man in viel höheren Dimensionen denken. Die folgenden zwei Links geben mehr Aufschluß. Vergeßt nicht, die Kinnlade wieder zu schließen:
Ich wünsche Euch viel Spaß!
Sep 13
Wo soll man bloß shoppen? In Shanghai,oder in Dubai? Meine Antwort darauf ist: Will man sicher ein Orginal kaufen, dann in Dubai. Ansonsten mit ein Spannung und viel Geschick beim Handeln in China.
In Dubai gibt es jede bekannte Marke und es stimmt, daß man günstiger als in Deutschland einkaufen kann. Bei manchen Produkten jedoch habe ich eher den Eindruck, daß lediglich die Mehrwertsteuer eingespart wird. Nun gut, ich gebe zu, in einem Elektronik laden kann man auch nicht handeln und de facto habe ich mich nur nach einem iPod nano (alt) umgeschaut und gelegentlich nach CDs und DVDs.
Da Apple Produkte grundsätzlich eine Preisbindung haben, kann man hier nicht auf Schnäppchen hoffen. Und in China nicht auf Orginale, glaubt man ein Schnäppchen gemacht zu haben. Hier der Vergleich von Dubai zu Deutschland:
| Gerät |
Deutschland |
Dubai |
| iPod nano 2GB |
149 |
115 |
| iPod nano 4GB |
199 |
156 |
| iPod nano 8GB |
250 |
197 |
| iPod 30GB |
269 |
218 |
| iPod 80GB |
369 |
299 |
Der Preisunterschied liegt bei ungefähr 20-22%. Geht man von einem aktuellen Dollar Kurs von 1,35 USD/EUR, dann müßte ein iPod nano 8GB ca. 185 (26%) kosten. Geht man von einem Wertverlust über die Zeit aus und rechnet einen Konkurrenzkampf auf, dann müßte der Preis wesentlich niedriger sein. Leider sieht Apples Politik das nicht vor. Die Preise bleiben bestehen, bis ein neues Produkt auf den Markt kommt.
Ganz anders sieht es bei CDs und DVDs aus. Kauft diese in China. In Dubai scheint ein Konglomerat sich auf einen Preis geeinigt zu haben. DVDs kosten rund 18 EUR. Zum Vergleich, in Shanghai kosten diese 3,50 - 5 EUR in einem staatlichen Laden, bei dem man annehmen kann, daß die Medien echt sind. Die “pseudoechten” Produkte kosten 2-2,50 EUR. CDs kosten meist einen Euro. Ich habe mir die komplette Akiro Kurosawa Sammlung (33 DVDs) für 30 EUR gekauft. Die komplette Akte-X Box (Staffeln 1-9) juckten mir auch in den Fingern - kein Wunder bei 70 EUR. Ähnliches gilt für Bücher, wobei hier die Eigenart ist, daß das Cover auf chinesisch bedruckt wurd, innen drin ist der Text aber auf englisch. Ach, was hätte ich Shoppen können!!!
Klamotten: Zumindest die internationalen Topmarken würde ich in Dubai shoppen. China hat aber auch eigene Marken, die nur den chinesischen Markt beliefern. Zu denen kann man vielleicht auch greifen. Was mit einer gefälschten Adidas Kappe passiert, seht ihr im folgenden Bild: Die Schnalle zersetzte sich langsam nach 10 intensiven Tagen voll Schweiß und Meerwasser.

Sep 09
Sie könnten gar nicht unterschiedlicher sein. Der eine strotzt vor Moderne, der andere vor Tradition und Reichtum.
Der Flughafen in Dubai ist meiner Meinung nach wesentlich interessanter. Er ist 24/7 Stunden in Betrieb und der Duty Free Bereich floriert. Wer schnell noch sein letztes Geld (nicht nur Währung) loswerden will, der ist hier richtig. Sämtliche großen Marken gibt es steuerfrei. Ob Schmuck,Uhren, Sonnenbrillen, Fotozubehör, Laptops, etc.man ist wahrlich gelockt.
Ich bin froh, daß ich mich nicht durch einen iPod verführen ließ, denn als ich zu Hause ankam, sah ich, daß Apple ganz neue iPod Produkte vorgestellt hat und die Preise senkte. Das war knapp.
Aber auch so ist Dubais Flughafen wirklich sehr schön. Hohe Decken, Palmen zieren die Seiten und orientalischer Stil, wobei die Farbe Gold vorherrscht. Übrigens, der Flughafen hat auch Gebetsräume, getrennt nach Männern und Frauen.
Shanghais Flughafen dagegen glänzt durch seine Architektur. Allerdings fehlt hier der Charm. Die blauen und weißen Farben wirken kalt.
 
Was die Kontrollen angeht, so ist China wesentlich strenger. Ich bin mehrfach kontrolliert worden und einmal schickteman mich zurück in die Reihe, weil ich meine Entry Card nicht ausgefüllt habe.Und darin wollten die alles genau wissen. Insbesondere, wo ich verbleibe und was ich eigentlich in China will. Nach der Zollkontrolle stehen nochmal einige Sicherheitskräfte, die willkürlich Leute rauspicken und deren Koffer durchsuchen. Mich haben sie gehen lassen. Zum Glück, denn ich wußte nicht, ob das Vogelfutter in meinem Gepäck als biologisches Produkt galt.
Die Kontrollen in Dubai dagegen sind etwas entspannter, aber auch sehr langwierig. Man darf sich getrost auf 30Minuten in der Warteschlange einstellen. Bei mir ging alles glatt.
Sep 09
Halten wir es doch mal fest: Ich bin Jetlag-resistent. Schon bei früheren Reisen ist es mir aufgefallen und nun wurde es wieder bestätigt. Was habe ich hier im Blog, meine Befürchtungen verbreitet, daß mich die lange Reise umhauen würde. Tat sie aber nicht. Chronologie:
- nach Shanghai: Aufstehen um 5 Uhr. Um 6 das Taxi zum Bahnhof. Mit dem Zug nach Frankfurt. 5 Stunden vor Abflug angekommen, warten, und dann ging es los. Abflug um 15.15 Uhr, Ankunft um 23.25 Uhr Dubai Zeit (21.25 Uhr deutscher Zeit). Flugdauer knapp 6 Stunden. 3:30 Stunden Wartezeit,bevor es um 2.50 Uhr Dubai Zeit (0.50 Uhr deutscher Zeit) weiter nach Shanghai ging. Nach 8 Stunden und 40 Minuten landete ich um 15.30 Uhr in Shanghai (9.30 Uhr deutscher Zeit). Es ging zum Essen und erst um Mitternacht fand ich mich in meiner Pritsche (18 Uhr deutscher Zeit). Wenn ich richtig gerechnet habe, dann war ich 37 unterwegs, bevor ich wieder die Horizontale traf. Hui, diese Rechnung versteht man erst, wenn man sich ein Diagramm zeichnet.
- nach Dubai: Morgens um 9 Uhr aufstehen, noch ein wenig mit K&C durch Shanghai laufen bevor es um 18 Uhr zum Flughafen ging. Der Flug ging um 23:30 Uhr und dauerte 9 Stunden. Ankunft um 4:30 Uhr Dubai Zeit (2:30 Uhr deutscher Zeit, oder 8:30 Uhr Shanghai Zeit). Ok,nun galt es, ganz viel Zeit totzuschlagen. Doch sobald ich ein Zimmer hatte,legte ich mich für ein Stündchen hin. Das Nickerchen und diese Umstellung hatte aber trotzdem keine Auswirkungen auf meine Schlafphasen. Bin in Dubai schon aus Langeweile früh ins Bett.
- nach SB: Morgens um 6 Uhr aufstehen, da der Zimmerservice ganz viel Lärm auf dem Flur machte, gegen 9 Uhr ging es zum Flughafen, der Flug selbst war erst um 14.30 Uhr Dubai Zeit (12.30 Uhr deutscher Zeit) und dauerte knapp 7 Stunden. Ankunft um 19.20 Uhr deutscher Zeit und ab zum Bahnhof. Ich kürze es nun ab, ich kam um 23 Uhr deutscher Zeit, oder 1 Uhr tags darauf Dubei Zeit, oder 5 Uhr tags darauf Shanghai Zeit in meiner Wohnung an.
Diese verschiedenen Zeitzonen haben mich Zwischendurch ein wenig aus dem Konzept gebracht. So behauptete ich in Shanghai, daß meine Armbanduhr nicht funktioniere. Richtig war, daß ich vergaß den Zeitunterschied einzurechnen. Da meine Armbanduhr nur einen Stundenzeiger hat, ist das Einstellen etwas kompliziert. Ich habe sie daher erst gar nicht neu gestellt. In Dubai bin ich 48 Stunden nach einer falschen Zeit rumgelaufen. Ich habe meine Uhrzeit im Handy um eine Stunde falsch gestellt. Das ist mir erst aufgefallen, als ich morgens den Hotelbus in die Stadt verpaßt habe.
So, es ist 50 Minuten vor Tagesschau Zeit und mein erster Artikel ist fertig.
Sep 08
Ihr könnt Euch entweder den gesamten Stream anschauen, oder ausgewählte Sets:
Slideshow: Ihr könnt Euch die Fotos auch als Slideshow anschauen. Dazu geht ihr in den Fotostream und klickt auf den Slideshow Link. Ich empfehle auf das Kästchensymbol in den Klammern zu klicken. Dann findet die Slideshow in einem seperaten Fenster statt

Unten rechts im neuen Fenster ist ein Menupunkt für Optionen. Klickt darauf und macht ein Kreuz bei “Embiggen small photos to fill screen”. Dies sorgt dafür, daß die Fotos sich an die Fenstergröße anpassen. Wenn Ihr das Fenster dann auf Fullscreen setzt, dann habt Ihr eine schöne Slideshow!
Viel Spaß!
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