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Mai 03
Ich habe mir etwas Zeit gelassen, weil ich erst die Fotos haben wollte. Dummerweise habe ich sie immer noch und nun will ich nicht warten. Wie Ihr wißt, mache ich Spinning. Oder besser gesagt Indoor Cycling. Was ist der Unterschied? Der Begriff ‘Spinning’ ist von der Firma Schwinn rechtlich geschützt. Da es aber auch andere Anbieter gibt, müssen diese zu anderen Begriffen greifen. Tomahawk ist so ein alternativer Anbieter. Und um ehrlich zu sein, die Tomahawk Schule gefällt mir besser.
Aber ich bin ein wenig vom Thema abgekommen. Aus Frust und Ehrgeiz habe ich spontan an einem 5 Stunden Indoor Cycling Marathon in Saarbrücken teilgenommen. Ich hatte wieder Lust, meinen Körper nicht zu schonen. Schon seit Wochen liefen mir meine Trainer und Freunde hinterher und fragten, warum ich mich nicht anmelde. Ich gab zu, daß ich mir das nicht zutraute. Schließlich war das längste, daß ich bis dato fuhr ein 2 Stunden Marathon.
Nach der ersten Stunde, stellte Nicole fest: “Fünf Stunden kann man packen.” In der dritten fingen die Schmerzen an, in der vierten hieß es nur: “Danach kommt die letzte.” und in der fünften gaben wir alles. Am Ende verbrauchte ich 2700 kcal und war ich stolz wie Oskar. Weil ich so motiviert war, ging ich tags darauf nohmal zu einem zwei Stunden Kurs. Boah! Wat hatte ich ne jute Form!
Es rockt! Die fehlenden Fotos reiche ich auf Flickr nach.
Nov 04
Die letzte Woche stand ganz im Zeichen des Sports. Die Sommersaison ist vorüber, das Rennrad verstaubt einsam. Doch für den Winter habe ich einen ganz tollen Ersatz gefunden: Spinning.
Und so sahen die letzten zehn Tage aus: Montags und Freitags Krafttraining (recht entspannend im Vergleich zum Spinning, muß ich sagen). Mittwochs ging ich schon immer regulär zum einstündigen Energy Spinning, nun kamen Samstag und der zweistündige Sonntag hinzu. Und letzten Donnerstag, zu Allerheiligen, haben sich die fittesten unter uns zum zweistündigen Power Spinning, wo wir einen Berg nach dem anderen simulierten, getroffen. Hinterher war jeder auf sich stolz und in einer kleinen Gruppe stolperten wir in ein Restaurant, wo wir uns mit Kohlenhydraten wieder auffrischten.
Und wie sieht die nächste Woche aus? Dreimal dürft Ihr raten. Montag Krafttraining, Dienstag relaxen, Mittwoch Spinning, Donnerstag relaxen, Freitag Krafttraining, Samstag Spinning und Sonntag zwei Stunden Spinning. Rock on!
Okt 20
Wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, macht sich das Klagen über mangelndes Rennradfahren breit. Ich bin da keine Ausnahme. Seit März bin ich nun bei der FitCom und habe mich spontan einem Spinningkurs angemeldet und wißt Ihr was, ich schwitze dort mehr als auf dem Rennrad. Allerdings ist das immer noch einfacher als einen Berg hochzufahren.
In einer Gruppe zu Techno-/Beatmusik fahrend heizen uns Giosi und/oder Salvatore richtig ein. Wer da kein Kilo abnimmt, macht was falsch. Zwar setzt sich das Kilo hauptsächlich aus Wasser zusammen, aber auch das eine oder andere Fettpölsterchen muß weichen. Es ist echt erstaunlich, wie sich die Figuren der regelmäßigen Spinner verändert haben. Für mich ist das ein tolles Wintertraining und so erhoffe ich mir, daß ich im nächsten Frühling so fit wie noch nie (modulo Alter) aufs Rad steige und wieder Saarlands Baustellen besuche (die Straßen werden ständig neu gemacht und das dauert ewig lange.
Sep 23
Das ist ein krönender Saisonabschluß: 160 km in zwei Tagen auf dem Rennrad. Gestern und heute bin ich meine große Bliesrunde gefahren, die ca. 80 km lang ist. Gestern Abend saß ich im Sessel und mir taten die Beine so weh, daß ich nicht wußte, wie ich mich ins Bett bewegen soll, geschweige denn am Folgetag mich nochmals auf das Rad zu setzen. Aber ich tat es und nahm die Herausforderung mit einem kleineren Gang und einer höheren Trittfrequenz in Angriff. Und wißt Ihr was? Mit 28,35 km/h war ich am Sonntag nur unwesentlich langsamer als am Samstag (28,78 km/h) und kam am Ende nur zweieinhalb Minuten später daheim an (02:48:09 Stunden). Und der Clou ist, mit einer durchschnittlichen Pulsfrequenz von 150 Schlägen pro Minute bin ich gut dabei.
Und jetzt gehe ich an die Tanke und kaufe mir ein Magnum, eine Cola und ein Sixpack.
Aug 15
Ich liege mit meiner Urlaubsplanung in der Zeit. Meine Bestellung bei Foto Erhardt ist unterwegs (leider ohne die Crumpler Tasche), ein Stativ habe ich auch schon (und gestern Abend getestet), die Typhus Impfung ist ebenfalls intus, jetzt fehlen noch Kleinigkeiten und packen. Es wird stressfreier. Wenn das im Job auch so geschmeidig gehen würde? Ich habe nur noch zwei Tage, um eine Publikation zu schreiben. Der Großteil steht eigentlich, aber eigentlich hätte ich gerne mehr Zeit dafür. Leider kommt ständig etwas dazwischen, das auch noch dringend erledigt werden muß. Da ich nur halbtags arbeite, müssen manche Aktivitäten beschnitten werden. Neulich habe ich festgestellt, wo ich am produktivsten bin: Im Wartezimmer von Ärzten. Keiner belangt Dich und Du kannst in aller Ruhe Papiere lesen. Ich gehöre vermutlich zu den wenigen, die ein Lächeln auf dem Lippen haben, wenn das Wartezimmer voll ist. Dann kannst ich mit 45-60 Minuten konzentrierter Arbeit rechnen. Wenn ich aufgerufen werde, nehme ich mein Zeug gleich mit in den Besprechungsraum, da die Ärzte in der Regel noch im Nebenraum einen anderen Patienten begutachten müssen. Ich habe keine Zeit zu verschenken. Vor einigen Monaten hat mir ein Arzt einer Gemeinschaftspraxis über die Schulter geschaut, weil ich mich mit Papier und Stift doch ein wenig ausgebreitet habe. Hey, aber immerhin beschwere ich mich nicht und stehe voll zur Verfügung, wenn es soweit ist.
Der heutige Mittwoch ist ein Feiertag im Saarland, wofür ich echt dankbar bin. Aus irgendeinem Grund war ich richtig müde. So habe ich nicht nur lange ausgeschlafen, nein, ich habe gleich nach dem Frühstück und später nach dem Duschen nochmal das Bett aufgesucht. Was zuviel ist, ist zuviel. Das dachte ich mir auch und schwang mich am späten Nachmittag aufs Rennrad und bin eine neue Strecke gefahren. Erst die Saar entlang und in Bous bog ich gen Westen in Richtung Frankreich ab. Dort bin ich noch nie gefahren, aber die Strecke war wahrlich schön. Insbesondere die sieben Kilometer durch den Wald (Der Warndt) waren herrlich, denn es war ein richtiger Wald. Die Straße war teilweise schlechter Asphalt aber eine Entspannung fürs Auge. Leider mußte ich aus Zeitgründen und wegen Hunger die kleinere Runde machen, wobei die mich auch schon auf erstaunliche 62 km brachte. Mal schauen, ob ich am WE die größere Runde machen kann, denn dann geht es noch viele Kilometer mehr durch den Wald (15 km länger). Und dann werde ich auch vorher gut essen, denn nur mit einem Frühstück im Bauch macht das Fahren keinen Spaß. Und die Kinderriegel wurde noch nicht ausgiebig von Sportwissenschaftlern auf ihre Wirkung untersucht.
Dennoch, das ganze Training seit März macht sich langsam bemerkbar. Fett schwindet, ich nehme ab, Muskeln bauen sich auf, und auch der Ruhepuls hat mich heute morgen mit 65 Schlägen positiv überrascht. Ich bin mal gespannt, ob ich ihn nächstes Jahr unter 60 drücken kann.
Zuletzt mal wieder eine sich wiederholende Bemerkung. Ich habe schon wieder die letzten 100 Seiten von Harry Potter gelesen. Und ich habe schon wieder geheult. Irgendwann werde ich das Buch nochmal komplett lesen und irgendwann werde ich alle sieben Bände komplett lesen. Doch vorerst sollte ich diese wegsperren und mich anderen Dingen widmen.
Aug 12
Während ich letztes Wochenende Kilometer fraß, waren es dieses Wochenende die Höhenmeter. Das stetige Training zeigt Wirkung. Am Samstag bin ich den Berg in Blieskastel in 7:30 Minuten hoch mit einer Herzfrequenz, die locker unter meinem Maximum lag. Normalerweise kotze ich mir die Lunge aus und schaffe den Berg doch nicht unter 9 Minuten. Aber am Samstag lief alles wie geschmiert. Schon in St.Ingbert habe ich die dicke Scheibe getreten statt der kleineren wie sonst. Und weil das nicht genug war, nahm ich zusätzlich den Berg in Ormesheim - durch den Ort und schön steil auf den letzten Metern.
Heute, am Sonntag habe ich mal wieder eine alte Strecke in Angriff genommen - Fischbach. Diese Runde hat einen “unsichtbaren” Anstieg, der mich immer wieder schafft und den Puls nach oben treibt. Aber bezwungen ist bezwungen. Dafür kann ich froh vermelden, daß die Straße runter nach Fischbach einen neuen super Belag hat. Ich denke, ich werde da bald mal wieder fahren, zumal 15% Gefälle für ordentlichen Speed sorgen. Übrigens ist mir zum ersten Mal aufgefallen, daß es auf dieser Runde in 400m Höhe geht. Das erklärt, warum die Beine müde werden.
Neue Woche, neues Glück. Mittwoch ist Feiertag, vielleicht ist da schon die nächste Tour fällig.
Aug 06
Der Sport macht sich bemerkbar. Die Leistungskurve zeigt nach oben.
Am Wochenende fuhr ich zwei Touren bei sommerlicher Hitze (bis 36°C). Am Samstag war meine beliebte flache Bliesrunde (80 km), die ich in 2h45 Minuten bei einem 29 km/h Stunde beendete. Dabei habe ich mich bis Blieskastel nicht mal angestrengt. Und am Sonntag bin ich über meine zwei Lieblingsberge (Fechingen und Habkirchen) gefahren. Dabei hatte ich eine unglaublich gute Form trotz der Anstrengungen am Vortag. Der Puls war niedrig und ich konnte mit viel mehr Ausdauer als sonst bei gleichem Tempo beide Berge locker hochfahren. Das gibt einem das Tour-Feeling, wenn der Wind durchs Gesicht weht und die Beine flink kurbeln.
Dafür waren die Nächte recht schmerzhaft und auch heute fühlen sich die Beine nicht optimal an. Aber nur die Harten kommen in den Garten und so gehe ich heute zur Entspannung ins Fitnessstudio, ein wenig Krafttraining machen.
Jul 19
Diese Nachricht nahm ich zur Kenntnis. Ich gebe zu, mich hat es nicht berührt, denn ich schaue Eurosport, schon seit Jahren. Nun ist aber eine kontroverse Diskussion entbrannt:
- Kontra: Warum steigt das öffentlich-rechtliche Fernsehen aus und bestraft ausgerechnet das Team, welches so intensiv wie kein anderes Team einen Neuanfang versucht und gegen Doping antritt.
- Pro: ARD und ZDF stehen zu Ihrer Ankündigung und trifft die Interessen dort, wo es wehtut. Anders ist der mediale Aufschrei nicht zu erklären.
Diese verkürzte Form der Gegensätze ist sicherlich stark simplifiziert. Persönlich begrüße ich den Schritt von ARD und ZDF, was ich gleich noch mit Argumenten belegen möchte. Gleichzeitig will ich einige Aussagen kommentieren, die in den Medien kursieren.
- Geld regiert die Welt. Dies gilt umso mehr für die globalisierte Welt. Medien sind keine non-profit Vereine. Natürlich senden sie das, was hohe Einschaltquoten verspricht. Sponsoren sind keine barmherzigen Ritter, die den Betrag von der Steuer ansetzen. Das sind knallharte Investitionen. Die Tour ist eines der ganz großen Sportereignisse neben den Olympischen Spielen und den Fußballweltmeisterschaften. Jeder, der in irgendeiner Form mit der Tour in einer geschäftlichen Beziehung steht, ist an Geld interessiert. Medien erkaufen sich Senderechte; Sponsoren kaufen sich bei Teams ein, damit Ihre Namen möglichst einprägsam über den Äther sausen. Das fließende Geld wandert in die Hände der Teams, der Organisatoren und natürlich der Fahrer. Je größer die Zuschauerzahl, desto größer der Chash-Flow und desto größer die verdienenden Summen.
- Doping im Radsport ist eine “Kultur”. Der ewige Kreislauf aus Erwartungsdruck und Leistungssteigerung wurde in der Vergangenheit nicht durchbrochen und offensichtlich ist es nach wie vor schwierig, ihn zu durchbrechen. Ich unterstelle ganz lapidar wirtschaftliche Interessen als den Grund.
- Nimmt man 1) und 2) zusammen und will man Doping ernsthaft bekämpfen, muß man mehrere Schritte machen. Der erste besteht darin, die Szene dort zu treffen, wo es weh tut: Beim Geld. ARD und ZDF haben es gemacht. Keine Transmission bedeutet für den Sponsor, daß er einen Werbeträger verliert. Dadurch auch potentielle Kunden. Dadurch verliert er Interesse am Sponsoring. Der Organisator verdient weniger, genauso wie die Teams und die einzelnen Fahrer. Das Fernsehen ist ein effizienter Trigger, denn auf den Zuschauer kann man sich nicht verlassen. Natürlich kann dieser sein Konsumverhalten bewußt steuern und eine Übertragung der der Tour meiden, was theoretisch einen ähnlichen Effekt auf den Geldkreislauf haben sollte. Aber er macht es, die öffentlich rechtlichen müssen die Verantwortung übernehmen.
- In dieser Misere ergibt sich aber auch eine Perspektive, denn das Potential für den Markt ist enorm hoch. ARD und ZDF können nun sagen: “Bitte schön, wir übertragen gerne, aber seht zu, daß Ihr sauber werdet.” Der Sponsor sagt darauf: “Hmmm. Ich kann hier verdammt viel Geld verdient. Hallo Team, ich gebe Dir viel Geld, aber nur unter der Prämisse, daß Du sauber fährst. Ansonsten werden wir Regressanforderunngen stellen und uns zurückziehen.” Ich glaube, daß das möglich ist.
- Auf der anderen Seite finde ich betrüblich, wenn auch Sponsoren von Teams aussteigen, die tatsächlich gegen Doping kämpfen. T-Mobile bzw. Team Gerolsteiner zum Beispiel. Wer soll den Kampf dann weiter fortführen wenn nicht solche Teams? Dann würden nur noch ganz bedenkliche Teams fahren.
- Ich glaube auch nicht, daß der Hang zum Doping größer wird, wenn Sponsoren sich zurückziehen und somit Arbeitsplätze verloren gehen. Dann muß man halt was anderes lernen. Ich suche mir auch keinen Beruf aus, wenn ich keine Aussichten auf eine Einstellung habe. Die Radprofis sind noch jung und in der Regel ohne Ausbildung (vermute ich).
- ARD und ZDF legen die Meßlatte hoch. Wie sollen sie auf Dopingfälle bei anderen Sportarten reagieren? Durch diese Reaktion wird Konsequenz in Zukunft erwartet und ich bin auch dafür. Man muß aber hier darauf hinweisen, daß es in anderen Sportarten möglicherweise kein flächendeckendes systematisches Doping vergleichbar mit dem im Radsport gibt. Das heißt, man muß abwägen.
- ARD und ZDF haben eine Aufklärungsfunktion. Diese kann nicht darin bestehen eine dopingverseuchten Sport zu propagieren. Hier ist auch eine erzieherische Verantwortung integriert.
- Der Vorwurf, daß Telekom sich zum Vorreiter macht und nur Alibi-Tests macht ist unzulässig. Die Aussage, daß Team T-Mobile nicht auf Testosteron eigene Untersuchungen macht, ist zunächst befremdlich. De facto, ist das die Aufgabe der NADA und WADA. Das Team kann doch nicht seine eigenen Tests kontrollieren - das lädt doch zu Manipulationen ein!
- Sowohl die NADA als auch die WADA müssen finanziell unterstützt. Sie würden ja “gerne” Tests machen, aber die Ressourcen existieren nicht. Was die Medien teilweise hier aufdecken ist haarsträubend. Tests werden entnommen und können nicht analysiert werden. So kann es nicht sein.
- Weiterhin bedarf es an kontrollierbaren Strukturen und Standards innerhalb der NADA und WADA. Auch hier gilt: diese Instanzen dürfen sich nicht selbst kontrollieren.
- Doping Kontrolleure müßten gemäß eines internationalen Agreements jederzeit und unangekündigt kontrollieren dürfen. Aber was machen, wenn sie keine Einreisegenehmigung bekommen? China bereitet sich intensivst ohne Kontrollen auf die Olympischen Spiele vor. Den Medaillienspiegel kann man leicht vorhersagen. Ich bin echt gespannt und ich erwische mich bei dem Gedanken, live bei einer doping-unterstützen Leistung sein zu wollen. Ich erwarte Doping bei den olympischen Spielen. Alles andere wäre langweilig. So bin ich, ein sensationssüchtiger Fernsehzuschauer.
- Das Doping muß massiv wissenschaftlich untersucht und verstanden werden. Wir wissen, daß Kontrolleure einen Schritt hinterherlaufen. Aber wer das System versteht, kann Kontrollen intelligent durchführen. Es wird nicht während der Tour gedopt sondern im Vorfeld. Sofunktioniert es einfach.
- Das Ausland überschüttet unser Deutschland mit Häme und großem Unverständnis. Der Dopingfinger wird stets Richtung unserem Land gestreckt. Das geht auch leicht, wenn innerhalb anderer das Bewußtsein für einen sauberen Sport immer noch nicht geweckt ist und die Kontrollen der NADA lächerlich sind. Schaut Euch doch mal an, wer in den Bergen vorne ist. Lauter Spanier! Dazwischen ein Rasmussen, bei dem man sich wundert, wie er die Tour durchhält, weil man ihm ständig einen Happen Essen reichen möchte.
- SAT 1 übernimmt die Übertragung: Siehe Punkt 1 “Geld regiert die Welt.” Das ist eine Offenbarung. Innerhalb einer Woche stiegt SAT 1 aus dem Nachrichtengeschäft aus und in ein Dopinggeschäft ein. Mit ganz schlechten Moderatoren!!!
Ob gedopt oder nicht.Mir ist das egal. Ich liebe diesen Sport und werde ihn weiter verfolgen. Persönlich kenne ich nicht den Unterschied zwischen Galibier mit oder ohne Epo. Der Berg ist auch so schwierig zu fahren.
Jun 16
Scheiß auf die aktuelle Doping-Diskussion. Ich war von Kindesbeinen an Radsportfan, verfolgte im Fernsehen die Erfolge eines Greg Lemond, Miguel Indurain oder Pedro Delgado. Ich bewunderte einen Bjarne Riis und sah wie Pantani 1998 Ullrich Schlug. Und mit offenen Mund schaute ich Lance Armstrong zu. Ob die nun alle gedopt waren ist egal. Im schlimmsten Fall bestand zu jeder Zeit eine Chancengleichheit.
Trotz allem, verpaßte ich irgendwie die 1997 und die 1999 Tour. Das waren vielleicht die interessantesten, zumal bei der ersten Ullrich Husarenritt nach Andorra stattfand und bei der letzteren ein wahnsinnig guter Lance Armstrong auf Touren kam. Da ich nie den Husarenritt sah, versuchte ich bereits mehrere Male, einen Mitschnitt über Google zu finden. Erst heute kam ich auf YouTube.
So sitze ich hier vor meinem Laptop und finde, ich sollte Euch an den ganz großen der Radsportszene teilhaben lassen. Sie haben mich damals begeistert und heute tun sie es nach wie vor(mit oder ohne Doping).
Miguel Indurain:
Jan Ullrich:
- 1997: Der Husarenritt nach Andorra. Unglaublich. Ansatzlos tritt Ullrich in die Pedale und fährt allen davon Das Überraschungsmoment ging auf: In diesem Moment fing die Leaderposition von Bjarne Riis an Ulle.
- 1997: Das Zeitfahren, in dem der erste der Tour dem zweiten der Tour drei Minuten abnimmt und ebenfalls mit drei Minuten Vorsprung die Etappe gewinnt.
- 1997: Der Angriff auf das gelbe Trikot. Panatani gewinnt, aber der Gesamtsieg kann nur über Ullrich gehen.
- 1998: Am Fuße des Berges nach Plateau de Beille hat Ullrich einen Defekt. Das ist ein sehr ungünstiger Moment. Anschließend muß er durch das komplette Feld zur Spitzengruppe im Aufstieg eilen. Der absolute Wahnsinn!
Lance Armstrong:
- 2003: Eine der besten Tours überhaupt. Spannend bis zum Ende mit einem überragenden Jan Ullrich. Doch hier hat Lance die Show nach zwei Unfällen abgezogen.
Jun 02
Robert Förster ist Radsportprofi, ein Sprinter beim Team Gerolsteiner. In den vergangenen Jahren hat er während des Giro d’Italia auf radsport-news.com ein Tagebuch geführt. Am 23. Mai hat er einen lustigen Eintrag gemacht: “Es war heiß - bis zu 39 Grad - und alle wollten sich erholen. Erstaunlicherweise keine einzige Attacke. […] Irgendwann unterwegs hat Commesso an einer Bar gestoppt und hat sich einen Kaffee und ein Eis bestellt. “Ich hole Euch eh wieder ein!”, ruft er und lässt sichs gut gehen. Großes Gelächter im Feld. Betreuer im Begleitauto besorgten an einer Tankstelle Magnum-Eis und haben es verteilt.”
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