Jun 05
Endlich habe ich die neue Rennmaschine zusammengeschraubt und sie sieht traumhaft aus und fährt sich wahnsinnig gut. Plötzlich fahren sich die Berge wahnsinnig geschmeidig. Und ich kann es nicht auf meine Kondition schieben, denn die ist aufgrund Mangel an Bewegung schlechter geworden.

Rennradfahren in Karlsruhe ist kein Vergnügen, je nachdem wo man wohnt. Allzuhäfig sind die Straßen schlecht oder stark befahren. Ich mußte einmal in die Bremse, weil ich mich plötzlich vor einem Bundestraßenschild befand, das eine Straße kennzeichnete, die so nicht in der Fahrradkarte abgebildet war.
Wir wohnen im Norden Karlsruhes. Nach Westen ist mein Revier durch den Rhein begrenzt. Nach Norden kenne ich mich nicht so aus, nach Osten hin gibt es Weingarten und damit einige kleinere Anstiege. Doch da, wo es am interessantesten ist, nämlich im Süden, wo Ettlingen am Fuße des Schwarzwaldes liegt, ist leider etwas entfernt. Ich brauche 45 Minuten um erstmal dahinzukommen und muß dabei durch die Stadt, vorbei an der Südtangente. Ätzend. Und selbst, als ich in Ettlingen ankam, bin ich auf die Fahrradkarte reingefallen, und mitten im Anstieg wechselte der Asphalt zu einem Waldweg. Das ist mir schon zweimal passiert und es ist ärgerlich. Hinzu kommt, daß die STraßen hier noch recht befahren sind. Ich muß noch ganz viele Touren starten, um die guten Wege zu finden. Ich fürchte nur, daß ich unter 3 Stunden Touren erst gar nicht das Haus verlassen sollte. Das steht wiederum im Konflikt mit dem Haussegen. Umpf.
Trekkingräder sind deutlich im Vorteil. Karlsruhe glänzt durch zahlreiche Radwege. Du kannst alles per Pedes erreichen. Das ist fantastisch. Und es gibt viele verwinkelte Wege.
Jan 10
Lance Armstrong kehrt 2009 zurück in den Radsport-Zirkus. Wohl auch aufgrund der verstärkten Doping-Kontrollen und der weiter anhaltenden Dopinggerüchte,möchte er so weit es geht einen transparenten Eindruck hinterlassen. Daher twittert er intensiv. Seine Nachrichten umfassen den Radsport als auch das Privatleben. Vielleicht interessiert es den einen oder anderen Leser.
Aug 21
Das neue Rennrad wird in einer neuen Farbkombination kommen. Da muß ich ja meine alten bunten rot-gelb Trikots austauschen. Wie wäre es mit diesem Trikot von der Marke Assos? Habt Ihr andere Vorschläge? Schwarz-Weiß wird überwiegen.
Aug 21
Letzten Montag war ich bei Rose und habe mir ein neues Rennrad maßgeschneidert bestellt. Leider dauert die Lieferzeit 6-8 Wochen. Naja, dann werde ich halt auch noch im Oktober einige Runden drehen. Boah, sieht das sexy aus! Und wiegt nur 7,2 kg. Der Rahmen ist aus Alu. Die 500 EUR Aufpreis für Carbon waren mir zu teuer. Ich habe stattdesen in bessere Komponenten investiert. Der Besuch bei Rose in Bocholt lohnt sich. Super Service! Super Ware! Und Super Auswahl!Da will ich nochmal hin.

Aug 21
Letzten Sonntag war es soweit. Meine erste RTF stand an. In Düsseldorf am Burgplatz war Start und Ziel. Mit 800 Aktiven ging es durch ein abgesperrtes Düsseldorf über die Rheinbrücke auf eine 110km lange Schleife. Was für ein Erlebnis. Es machte von Anfang an Spaß. Es erforderte auch von Anfang an höchste Konzentration. Umsichtiges Fahren, um bloß niemanden zu touchieren. Anfangs war ich noch in der ersten Gruppe dabei, aber da ging die Post ab. Mit Durchschnitt über 40 km/h ist ein Homik hinten aus dem Windschatten gefallen. Ich habe versucht ranzukommen, aber es war nix zu machen. Schon nach 15 km war ich mit dem Puls am Anschlag. Ich ließ mich zurückfallen und fand eine Gruppe, mit der ich zügig vorankam.
Meine Begleiter waren Rentner. Oder einfach nur 60jährige, die, wenn sie mal kräftig anzogen, mich einfach stehen ließen. Das ist mir einige Male passiert. Glücklicherweise war ihr Tempo unregelmäßig, so daß ich immer wieder rankam. Aber mal ehrlich, wer auf 40km/h beschleunigt und das vorne im Wind hält, der ist fit! Großen Respekt vor dieser Fitness.
Da die Gruppe insgesamt gut lief und es sich bei den Herren um Ortskundige handelte, haben wir die Strecke unter 3:30 Stunden abgeschlossen. Das ist ein Schnitt weit über 30km/h. Leider war auch mein Puls im Schnitt zu hoch, der bei 166 Schlägen lag. Aber es hinterließ keine spürbaren Schäden.
A propos, das Training im Saarland zahlt sich aus. Bei der einzigen Steigung habe ich meine Gruppe weit hinter mir gelassen. Bis auf einige Cracks, die wie geschnitten Butter den Berg hochradelten, war ich ganz vorne dabei.
Am Ziel wurde ich von meinen Elten empfangen. Laut Aussagen war ich unter den ersten 50-100. Das ist doch super! Insbesondere mit meinem 11 Jahre alten Fahrrad! Der nächste Ride ist am 3. Oktober in Bonn. Einen mache ich noch!
Jul 31
Hier ein Zitat von Ricco, der mittlerweile Doping zugegeben hat:
Verwundert zeigte sich Ricco, dass er nicht eher aufgefallen war. «Bei der Tour habe ich sehr viele Kontrollen gemacht. Nur zwei sind positiv ausgefallen, aber eigentlich hätten es alle sein müssen. Offensichtlich ist das Testverfahren nicht zu 100 Prozent ausgereift», sagte er. Zunächst hatte er Doping geleugnet und behauptet, seit seiner Kindheit einen erhöhten Hämatokritwert aufzuweisen.
Weiter sagt er:
Am meisten enttäuscht habe ihn die Heuchelei im Radsportmilieu, so Ricco, ohne zu präzisieren, was er damit meint.
Das läßt nichts gutes erahnen. Ob viele Sünder den Kontrolleuern durch die Lappen gegangen sind?
Jul 25
Robert Förster schrieb über Alpe d’Hueze in seinem Tagebuch:
Wenn man einen gewissen Punkt überschritten hat, will man am Berg nur noch seine Ruhe haben und still leiden. Diesen Punkt hatte ich heute glücklicherweise nicht erreicht und ich habe ganz bewusst diese Atmosphäre genossen. Mein Name wurde öfter gerufen, rundum wirklich ein tolles Erlebnis, super Eindrücke. Julian Dean hat’s richtig gemacht, der hat sich eine Kamera an den Helm gebastelt und hat das festgehalten. Alpe d’Huez ist etwas ganz besonderes, nicht der schönste Berg, auch nicht der schwerste, aber diese Atmosphäre ist einzigartig.
Jul 25
Über meine Lieblingsrunde via Niederwürzbach habe ich häufiger geschrieben. Am Mittwoch bin ich sie wieder gefahren und habe den persönlichen Rekord am Berg um weitere 5 Sekunden unterboten. Damit brauche ich nur noch 6:10 Minuten. wenn ich den Berg unten voll reinknalle, wie Peter es bei seinem Rekord gemacht hat, dann sind auch die 6 Minuten zu knacken. Definitiv ein würdiges Ziel für dieses Jahr. Und wenn ich bedenke, daß mir letztes Jahr noch 7:30 Minuten genügten, dann seht ihr, wie gut meine form geworden ist.
Weitere Ziele: ein 6 Stunden Spinning Marathon am Samstag und ein Jedermann Rennen über 110 km in Düsseldorf (im August).
Jun 10
Es ist schier unglaublich. Meine Form ist geradezu fantastisch. Hier eine kleine Aufzählung:
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Die persönliche Bestzeit an meinem Hausberg (Niederwürzbach) habe ich mit 6:20 Minuten um10 Sekunden unterboten.
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Den Berg in Blieskastel bin ich in 7:15 Minuten hochgeschossen, zwei Minuten schneller als sonst zu diesem Zeitpunkt in der Saison.
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Und weil meine Kette heute bei einer bestimmten Blatt/Ritzel Kombination knarzte habe ich einfach auf das dickere Kettenblatt geschaltet und bin meine Hausrunde von ca. 45 km bei einem 30 km/h Schnitt durchgeheizt. Den Hausberg stürmte ich in 6:45 Minuten. Ist schon ein cooles Gefühl, wenn man plötzlich auf ebener Straße auf 42 km/Stunde beschleunigt und dann das Tempo hält.
So kann es weitergehen!
Mai 03
So gut wie nie zuvor bin ich heute in die Saison gestartet. Traditionsgemäß fuhr ich meine alte Niederwürzbachrunde. Am Berg in Seelbach bin ich etwas zu übermotiviert gestartet und hatte daher einen konstant hohen Puls, aber nie über das Maximum hinaus. Trotzdem, die Form war super und den persönlichen Rekord habe ich nur um 10 Sekunden verpaßt. Und das am ersten Tag der Saison!!!! Bin mal gespannt, wie es im September aussieht.
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