Konferenz und Hostel?

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Es geht alles. Sogar zu einer Konferenz fahren und in einem 6-Bett Zimmer einer Jugendherberge übernachten.

Dieses Jahr bin ich zur E-Portfolio Konferenz mit meiner Stundentin und jahrelangen guten Freundin nach Maastricht gefahren. Da wir beide diese Reise nicht erstattet bekommen würden, entschieden wir uns, die Kosten für die Übernachtung gering zu halten. Relativ schnell sind wir bei unserer Recherche auf den Seiten der StayOkay Hostels gelandet, und da uns dieses sehr attraktiv erschien, war die Entscheidung schnell getroffen. Es ist ein neues Gebäude, sehr sauber, sehr ruhig (trotz naher Verkehrsanbindung) und direkt an der Maas liegend. Ich schaute praktisch von meinem Bett direkt auf den Fluß. Abends spiegelten sich darin die Lichter der am anderen Ufer liegenden Gebäude und auch die Silhoutte einer nahen Brücke verleitete dem Ganzen einen romantischen Hauch.

Eine Spezialität von Jugendherbergen ist, daß man nie weiß, wen man sonst so im Zimmer hat. Und während wohl alle Mitbewohner sich wunderten, warum da zwei Leute früh am Morgen aufstanden und sich in Schale warfen, haben wir uns gefragt, wer da sonst noch so in den Betten liegt.

Am ersten Abend teilten wir das Zimmer mit einer Mutter und ihren drei Kindern, die wir nie zu Gesicht bekammen. Sie kamen nachts nach Hause und wir sind morgens früh raus. Am zweiten Abend trafen wir Roger und seinen Vater, die eine Fahrradtour von Schottland nach Portugal machten. Wir unterhielten uns mit beiden sehr angeregt und zwischendurch fielen so ungewöhnliche Sätze wie: “Naja, wir glauben, daß wenn wir in einem Monat in Spanien ankommen, dort nicht mehr so viele Touristen auf dem Pilgerweg unterwegs sind.” Ist schon cool. Am dritten Abend schließlich war ein australisches Pärchen, ebenfalls auf einer Fahrradtour, im Zimmer. Und zu unserer Überraschung am Morgen auch ein Kollege, den ich am Vortag auf der Konferenz traf. Er kam erst spät in der Nacht an.

Das war ein nette Erfahrung, doch haben wir alle festgestellt, daß es keine gute Lösung ist, wenn wir selbst einen Vortrag halten sollten.

See you in Vancouver

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 Mich hat es zur Sakai Konferenz nach Vancouver verschlagen. Da niemand in meiner Gruppe hnfliegen konnte, wurde ich freiwillig geschickt. Eigentlich wollte ich zum Geburtstag von Christina fahren, aber so ist es auch eine nette Erfahrung.

Die Konferenz ist mehr oder weniger langweilig. Umso spanneder ist Vancouver. Für die Dauer der Konferenz habich mir ein nettes Hotel an der English Bay ausgesucht. Das Bild unten ist im Prinzip der Blick aus meinem Fenster beim Frühstücken. Kann man neidisch werden,oder?

English Bay

Die Leute hier sind super nett. Alle sehr freundlich und hilfsbereit. Das kommt aber auch auf die Gegend an. geht man eine Straße weiter in die Davie Street findet man so einiges obskures. Völlig zerstörte Typen mit einem Ghettoblaster, der aber echt gute Musik spielt. Einige Junkies. Viele Schwule. Und sonstige. Aber sie sind alle sehr friedlich und mann findet hier ganz nette Shops. 

Das Strandleben ist klassisch. Wie aus einem Film. Beaus mit nacktemOberkörper, die joggen, skaten und posen. Andere gehen Bladen und viele sind auf dem Rennrad unterwegs. Gute Maschinen. Viele spazieren mit ihren Hunden, hauptsächlich Fiffis. Und viele werden von alleinstehenden Frauen geführt. Zwischendurch spurtet mal einer mit einem Kajak an Dir vorbei, setzt sich rein und paddelt sich ins Meer. Männer mit den großen Hunden werfen Ihnen Bälle zu, und obt Ihr es glaubt oder nicht, die Hunde fangen sie aus der Luft. Deutsche Hunde lassen den Ball erstmal auftitschen.  Dann gibt es noch die Skateboard Szenne, die BMX Szene und die Sommereishocke (auf Blades) Szene. Kanadier halt. Immer durchtrainiert.

Will man dem Troubel entgehen, lohnt sich der Stanley Park, der letzte Urwald in Vancouver. Einfach enstspannend. Hier kann man locker Hiken zu den einzelnen Sites.

Die Geräuschkulisse ist auch klasse: das Meer, die Möven und regelmäßig startende Wasserflugzeuge. Das ist mal was anderes als Züge vor dem Balkon daheim.

DB: Doofe Bahn

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Ich gehöre nicht zu den Leuten, die sich über die Bahn beschweren, aber diesen Dampf will ich ablassen. Ich, Martin Homik, Inhaber einer BahnCard 25, habe am Fr-So an einem Workshop in Kaiserslautern teilgenommen. Dazu mußte ich jeden Tag hin und her pendeln. Um Kosten zu sparen, verwende ich den Nahverkehr, was bedeutet, mit dem Studentenausweis kann ich bis Homburg umsonst fahren und muß lediglich ein Ticket von Homburg nach Kaiserslautern kaufen. 

Freitag: Es ist 7:40 Uhr. Der Zug geht um 8:00. ich stehe am Fahrkartenautomaten und will ganz stolz schnell eine Karte kaufen. Ich habe konzentriert die richtigen Knöpfe gedrückt. Die Verbindung ist rausgesucht und nun wie weiter? Hier muß doch was von "bezahlen" stehen. Nada. Vielleicht soll ich ohne Aufforderung eine EC-Karte einstecken? Nada. Eine Bahncard? Nada. Nochmal von vorn. Ich komme komme zum gleichen ergebnis. Ich kann mir den Fahrplan ausdrucken, aber dann geht es nicht weiter. Ich frage eine Bahnbedienstete, die mir zielstrebig bestätigt, daß ich auf "Fahrkartenkauf" drücken soll und nicht auf "Fahrplanauskunft". Ich dachte, ich wäre genauso vorgegangen. Aber dann auf ein Neues. Nada.  Eine andere Bedienstete tänzelt vorbei. Auf meine Anfrage, erklärt sie: "An diesem Automaten werden keine Anschlußtickets ausgestellt." Das hätte mir der Automat gefälligst auch sagen sollen und nicht einfach einen Startbahnhof auswählen lassen.

Die Zeit drängt und ich muß zum Schalter. Ich habe Glück, die Schlange ist kurz. Und dann erwische ich eine Trulla, die auch nach fünf Jahren Ausbildung keine Ahnung von Bahntickets haben wird. In aller Ruhe, durchforstet sie das System nach den richtigen Einträgen. Noch 4 Minuten bis zur Abfahrt. Sie findet es nicht und fragt die Kollegin. Noch 3 Minuten bis zur Abfahrt. Nun hat sie es: "Sammeln sie Punkte?". Ich verschlucke die Antwort und presse ein "Nein" heraus. Ich bezahle, schnappe mir das Ticket und renne zum Bahnsteig. Nur noch zwei Minuten. Am Bahnsteig kommt der Zug pünktlich. Ich hüpfe rein, setze mich und schaue auf das Ticket: Die Trulla hat die Bahncard 25 nicht mitbegerechnet.

Samstag: Ich erreiche den Bahnhof und will zum Schalter, in Gedanken an Trulla. Die Schalter werden erst in einer halben Stunde eröffnet. Erinnert Ihr Euch an den Automaten? Richtig. Der stellt keine Anschlußtickets aus. Was nun. "Da kann man nichts machen. Das ist so. Und im Zug können sie auch nicht lösen. Sie müssen in Homburg aussteige, neues Ticket kaufen, und dann weiter." Ich dachte, ich hätte mich verhört. Aber die gute Frau konnte nichts dafür. Sie macht nur ihren Job. Also habe ich ein komplettes Ticket von Saarbrücken nach Kaiserslautern gelöst. Mit Bahncard 25. Am Bahnsteig dann die Durchsage: "Wegen Bauarbeiten fährt der Zug nur bis Homburg." Bitte???  Aber immerhin wurde ein Schienenersatzverkehr bereitgestellt (Bus). Das verlängerte allerdings meine Fahrt um eine halbe Stunde.

Der Samstag war noch nicht vorüber. Nach dem Workshop habe ich am Bahnhof wieder den Bus zurück nach Homburg genommen. Während ich so im Bus sitze und die langweilige Landstraße genieße, überholt rechts ein Regionalexpress mit Aufschrift: "Saarbrücken". Da fehlene einem die Worte.

Sonntag: Sonntage sind kritische Tage. Mein Dilemma wurde dadurch gesteigert, daß morgens auch die Busse nicht fahren. Also verließ ich die Wohnung um 7:15 und lief zum Bahnhof. In Kaiserslautern lief ich vom Bahnhof zur Uni, da eine Wartezeit von 20 Minuten inakzeptabel ist.

Nun ist es spät, ich bin zu Hause, vermisse meine Kollegen, die gemeinsam Grillen. Aber ich bin unversehrt in Saarbrücken und nehme morgen wieder den altbekannten Bus zur Uni. 

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