Auf nach Karlsruhe

Job 3 Comments »

In die Reihe der großen Entscheidung fügt sich nun eine ganz wichtige ein. Nach 13 Jahren in Saarbrücken ziehe ich weiter nach Karlsruhe. Damit sind zwei weitere Ereignisse verbunden. Erstens, Anna und ich gehen gemeinsam nach Karlsruhe und ziehen folgerichtig zusammen. Zweitens, ich habe einen neuen Job.

Im neuen Job arbeite ich für Logica als IT Consultant (Professional Software Developer) im SOA Bereich. Ich werde direkt beim Kunden arbeiten, was möglicherweise am Anfang EnBW sein wird. Generell werde ich im Raum Karlsruhe eingesetzt, es kann aber auch sein, daß ich mal nach Stuttgart oder im ganzen Raum Baden-Württemberg arbeiten werde.

Logica wollte mich aufgrund meiner J2EE Kenntnisse als auch meiner Softskills. Im J2EE Bereich biete ich Wissen über Spring, Struts2, Hibernate, Maven, Continous Integration, etc. Umgekehrt bietet Logica mir tolle Weiterbildungsperspektiven als auch Chancen der beruflichen Weiterentwicklung. Die IT entwickelt sich so schnell, daß es gefährlich ist, sich nicht auf dem aktuellen Stand zu halten. Mit Logica fand ich einen Arbeitgeber, der die Gefahr kennt und aktiv verhindert. Ich muß mir keine Sorgen machen, in fünf Jahren nichts mehr wert zu sein. Ganz im Gegenteil. Neben diesen wichtigen Punkten, spricht auch für Logica, daß man durch den Einsatz fürs Unternehmen in Form von Publikationen, Vorträgen oder Mentoringprogrammen, Bonuspunkte sammeln kann, die sich in Geld umwandeln lassen. Nicht das Geld ist wichtig, sondern die Tatsache, daß Engagement wahrgenommen wird.

Meine Bewerbungsphase war neben der Ausübung des derzeitigen Jobs recht stressig. Bewerbungsgespräche (sowohl telefonisch als auch persönlich) unterbrachen meinen gewohnten Arbeitsablauf. In einer Woche bin ich einmal nach Augsburg, einmal nach Frankfurt und zweimal nach Karlsruhe gefahren. An einem Tag bin ich von Saarbrücken mit der Bahn nach Frankfurt zu einem Vorstellungsgespräch um 9:30 Uhr, und von dort aus zum nächsten Gespräch nach Karlsruhe um 18 Uhr gefahren.

Insgesamt habe ich sehr gute Gespräche geführt. Dabei bewahrheitet es sich, daß man immer gut vorbereitet sein muß und seinen Stärken und Schwächen kennen sollte. Nicht zu vergessen ist ein sicheres Auftreten. Wenn man Fähigkeiten hat, dann sollte man sie nicht verschweigen. Ich habe zunächst meine Bewerbungsunterlagen aufgefrischt, da sie nach 2004 doch zu trocken waren. Inzwischen habe ich etwas dazugelernt und wollte das auch in meinem Lebenslauf festhalten. Auf die Bewerbungsgespräche habe ich mich vorbereitet, indem ich typische Fragen recherchiert und abgearbeitet habe. In PowerPoint erstellte ich mir zu jeder Frage eine Slide mit Stichwörtern zu einer optimalen Antwort sowie Beschreibungen, wie ich mich in dieser Situation sehe. Die Buzzwords, die ich jedem auf den Weg geben kann sind:

 

  • nie Lügen
  • Schwächen in Stärken umwandeln
  • über eigene Erfahrungen reden

 

Bedenkt, der Personaler will etwas über Euch herausfinden. Er hat Erfahrung damit, herauszufinden, ob man zueinander paßt. Manchmal wird der Personal absagen, um vom gegenseitigen Schaden abzuwenden.

Eine andere Erfahrung, die ich gemacht habe zeigt, daß Vorbehalte gegenüber Mitarbeitern der Universität existieren. Teilweise haben sie Vorurteile, aber teilweise auch konkrete schlechte Erfahrungen gesammelt. Dafür habe ich Verständnis, denn daß es an der Uni gemütlicher zugehen kann, kann ich bestätigen. Umso mehr war es wichtig darzustellen, daß meine Arbeit in einer international ausgerichteten Gruppe mit Beteiligung an EU Projekten ebenfalls anspruchsvoll ist. Und trotzdem habe ich auch Absagen erhalten, mit der Begründung: “Ihre gewöhnliche Arbeitserfahrung im akademischen Umfeld, paßt nicht zu unserer wirtschaftlichen Ausrichtung.”

Daß ich eine interessante Aufgabe gefunden habe, ist in meinen Augen vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise ein Erfolg. Auf der anderen Seite ist der Erfolg auch erklärbar. Obwohl wir am Anfang der Wirtschaftskrise sind und die Konsequenzen der nächsten zwei Jahre noch nicht absehen können, ist zu erwarten, daß Firmen gerade jetzt nach IT Lösungen suchen, die eine Kostenersparnis bringen. Darum sind IT Arbeitsplätze ungefährdet. Trotzdem sind gerade Firmen im Finanzsektor vorsichtig geworden und werden mit Investitionen erstmal vorsichtig sein.

Eigentlich wollten Anna und ich nach Freiburg. Dies ist aufgrund der kleinen IT Landschaft erstmal gescheitert (so auch der Stadt-Kandidat Ulm). Bei einem Wegfall des Jobs in schlechten Zeiten, droht die Gefahr, keinen Ersatz zu finden. So habe ich mich auf Karlsruhe festgelegt. Und für Anna ist das ebenfalls ein gutes Pflaster. Mit insgesamt vier Krankenhäusern, davon zwei großen städtischen Kliniken hat sie sehr gute Arbeitsaussichten.

Meinen neuen Job habe ich über Computer Futures Solutions gefunden. CFS ist eine Job Consulting Agentur. Das Prinzip ist wie folgt: Eine Firma hat eine offene Stelle, aber nicht die Kapazität, viele Bewerber zu sichten. Der Bewerber kann die üblichen Jobbörsen durchstöbern, wird aber die eine bestimmte Firma nicht finden. CFS bringt beide Parteien zusammen, indem die Berater die Eigenschaften des Bewerbers ermitteln und mit den offenen Stellen vergleichen. Sie nehmen somit den Unternehmen wichtige Zeit ab, indem sie die ungeeigneten Kandidaten herausfiltern. Sie schlagen somit nur passende Kandidaten vor. Es ist eine Win-Win Situation: Das Unternehmen findet einen passenden Kandidaten, der Kandidat ein passendes Unternehmen, und CFS verdient Geld. Jeder CFS Berater ist für einen bestimmten Bereich und für eine bestimmte Region zuständig. Meine Beraterin hat einen guten Job gemacht und viel Geduld mit mir gehabt.

Also, ab dem 1.April habe ich eine Karlsruher Adresse. Damit rücken wir deutlich näher an die Frankfurter. Karlsruhe liegt zentral, innerhalb von zwei Stunden erreichen wir alle wesentlichen Städte, wo Freunde, Familie und Sehenswürdigkeiten zu finden sind: Frankfurt, Kaiserslautern, Stuttgart, Ulm, Freiburg, Straßburg, und Heidelberg. Auch nach Neuss komme ich mit dem ICE innerhalb von drei Stunden. Und der Schwarzwald beginnt vor der Haustür. 11 Jahre Hügelfahrten im Saarland waren ein nettes Training. Nun wird es mit dem neuen Rennrad anspruchsvoller. :-)

Rock on!

Wohin?

Job 5 Comments »

Drei Staädte stehen zur Auswahl: Karlsruhe, Ulm und Augsburg.

Karlsruhe ist die IT Stadt. Nahe am Schwarzwald, nahe zu Kaiserslautern, Frankfurt, Freiburg, Schweiz, Frankreich. Die Wohnugspreise sind günstig, Arbeitsmarkt für ITler sieht gut aus.

Ulm ist die schönste von den drei Städten und bietet einen hohen Freizeitwert, was Natur angeht. Allerdings ist die IT Landschaft ziemlich mau. Ulm ist auch nicht besonders groß. Zusammen mit Neu-Ulm sind es ca. 170 000 Einwohner. Ulm liegt zentral zwischen Stuttgart, Augsburg bzw, München. Zum Bodensee und auch zu den Alpen ist es nicht weit. Viel Natur.

Augsburg ist  ein Mittelding. Angenehm große Stadt mit 220000 Einwohnern. Eine etwas bessere IT Landschaft als in Ulm. Sehr nah zu München. Viel weiter weg von der Heimat.

Wohin würdet Ihr ziehen wenn Ihr nicht die Antwort “da wo der Job ist” geben müßtet?

Ein Hit

Job No Comments »

Es ist schon schön zu sehen, wenn mein Blog ein hohes Ranking hat. Gestern hat mir jemand einen Kommentar in meinem englischen Berufs-Blog hinterlassen.

You Rock! I had the same problem and did a Google search for “struts2 escaping� and your blog was the first hit. Thanks for the answer.

Wie man seine Kollegen glücklich macht …

Job 1 Comment »

… hängt von Kleinigkeiten ab. Eric bringt nach Familienparties gerne Kuchenreste mit, Carsten hatte eine Vorrat an Schokolade parat, Oliver bringt regelmäßig Milch für den Kaffee mit und ich habe diese Woche entdeckt, daß Kugelschreiber besonders glückliche Gesichter hervorrufen.

Neulich habe ich in meinen Schubladen aufgeräumt und mußte den Kopf schütteln, als ich auf gute und schöne Werbekugelschrieber (50 Stück) stieß, die ich vor 10 Jahren von Seb geschenkt bekam. Da dieses Werkzeug nicht mein Fall ist, beschloß ich, es loszuwerden.

Was sind Eure Tipps?

Dies und das

Job, Freizeit, Rennrad No Comments »

Ich liege mit meiner Urlaubsplanung in der Zeit. Meine Bestellung bei Foto Erhardt ist unterwegs (leider ohne die Crumpler Tasche), ein Stativ habe ich auch schon (und gestern Abend getestet), die Typhus Impfung ist ebenfalls intus, jetzt fehlen noch Kleinigkeiten und packen. Es wird stressfreier. Wenn das im Job auch so geschmeidig gehen würde? Ich habe nur noch zwei Tage, um eine Publikation zu schreiben. Der Großteil steht eigentlich, aber eigentlich hätte ich gerne mehr Zeit dafür. Leider kommt ständig etwas dazwischen, das auch noch dringend erledigt werden muß. Da ich nur halbtags arbeite, müssen manche Aktivitäten beschnitten werden. Neulich habe ich festgestellt, wo ich am produktivsten bin: Im Wartezimmer von Ärzten. Keiner belangt Dich und Du kannst in aller Ruhe Papiere lesen. Ich gehöre vermutlich zu den wenigen, die ein Lächeln auf dem Lippen haben, wenn das Wartezimmer voll ist. Dann kannst ich mit 45-60 Minuten konzentrierter Arbeit rechnen. Wenn ich aufgerufen werde, nehme ich mein Zeug gleich mit in den Besprechungsraum, da die Ärzte in der Regel noch im Nebenraum einen anderen Patienten begutachten müssen. Ich habe keine Zeit zu verschenken. Vor einigen Monaten hat mir ein Arzt einer Gemeinschaftspraxis über die Schulter geschaut, weil ich mich mit Papier und Stift doch ein wenig ausgebreitet habe. Hey, aber immerhin beschwere ich mich nicht und stehe voll zur Verfügung, wenn es soweit ist.

Der heutige Mittwoch ist ein Feiertag im Saarland, wofür ich echt dankbar bin. Aus irgendeinem Grund war ich richtig müde. So habe ich nicht nur lange ausgeschlafen, nein, ich habe gleich nach dem Frühstück und später nach dem Duschen nochmal das Bett aufgesucht. Was zuviel ist, ist zuviel. Das dachte ich mir auch und schwang mich am späten Nachmittag aufs Rennrad und bin eine neue Strecke gefahren. Erst die Saar entlang und in Bous bog ich gen Westen in Richtung Frankreich ab. Dort bin ich noch nie gefahren, aber die Strecke war wahrlich schön. Insbesondere die sieben Kilometer durch den Wald (Der Warndt) waren herrlich, denn es war ein richtiger Wald. Die Straße war teilweise schlechter Asphalt aber eine Entspannung fürs Auge. Leider mußte ich aus Zeitgründen und wegen Hunger die kleinere Runde machen, wobei die mich auch schon auf erstaunliche 62 km brachte. Mal schauen, ob ich am WE die größere Runde machen kann, denn dann geht es noch viele Kilometer mehr durch den Wald (15 km länger). Und dann werde ich auch vorher gut essen, denn nur mit einem Frühstück im Bauch macht das Fahren keinen Spaß. Und die Kinderriegel wurde noch nicht ausgiebig von Sportwissenschaftlern auf ihre Wirkung untersucht.

Dennoch, das ganze Training seit März macht sich langsam bemerkbar. Fett schwindet, ich nehme ab, Muskeln bauen sich auf, und auch der Ruhepuls hat mich heute morgen mit 65 Schlägen positiv überrascht. Ich bin mal gespannt, ob ich ihn nächstes Jahr unter 60 drücken kann.

Zuletzt mal wieder eine sich wiederholende Bemerkung. Ich habe schon wieder die letzten 100 Seiten von Harry Potter gelesen. Und ich habe schon wieder geheult. Irgendwann werde ich das Buch nochmal komplett lesen und irgendwann werde ich alle sieben Bände komplett lesen. Doch vorerst sollte ich diese wegsperren und mich anderen Dingen widmen.

Cebit

Job No Comments »

Alle Jahre wieder ruft die Cebit in Hannover alle technikversierten Freaks zusammen. Naja, so schlimm ist es nicht mehr, wie in früheren Jahren. Heute ist der IT Sektor ein zugkräftiger Markt und die Cebit ist eine Industriemesse. Da geht es um Geld, Kontrakte und Kontakte. Natürlich schaut man auch, was die Konkurrenz anzubieten hat. Oder man läßt das Studium der anderen Stände ganz sein. Um ehrlich zu sein, mir reicht eine Halle, um völlig überfordert zu werden. Da hat jeder etwas Tolles vorzuweisen. Viele Lösungen wiederholen sich. Und irgendwann verliert man den Überblick, was die Unterschiede sein sollen.

Da lobe ich mir die Zeit nach der Cebit, denn da geht die Party erst los. 18 Uhr Feierabend. 18:01 macht es “plopp!” und lauter Menschen stehen mit einer Bierflasche in einer Hand um einen herum. Heutzutage sind sogar Cocktails in. Schon im Laufe des Tages hat man Kollegen befragt, ob sie etwas über Standparties wissen. Da macht die Nachricht die Runde. 18:20 startet die Suche nach dem Buffet. 19 Uhr ist dann richtig Partytime mit Musik.

Am Freitag war der Bayern Stand der Renner. Mit richtig guter Rockmusik (auch aus dem bereich, AC/DC oder Rammstein) stürzen sich Schlipsträger und Kostüminhaberinnen jeglichen Alters auf den Dancefloor und moschen. Die Parties dauern teilweise lang, doch was macht schon eine kurze Nacht aus? Am nächsten Morgen stehen alle wieder im neuen Anzug und Kostüm bester Laune am Stand und verkaufen was das Zeug hält. Rock on!

Dabei ist es doch, wie mir scheint, jedes Jahr der gleiche Prozess zu sein. Am ersten Abend werden Infos und Telefonnummern eingeholt. Am zweiten Abend werden die unbeantworteten Nummern wieder gelöscht, neue hinzugefügt, und neue kontaktiert. Die Cebit ist eine Kontaktmesse, sowohl im Business als auch im Privatbereich. Rock da house!

In diesem Sinne stürze ich mich nun ein letztes Mal in das Partyleben. Morgen am Sonntag ist nur eine eine halbe Schicht fällig, dann geht es nach Hause. Schön wars. Schön wäre es, wen manch ein Kontakt erhalten bleibt.

powered by performancing firefox

Traumjob

Job, Reisen No Comments »

Ich habe meinen Traumjob gefunden und mein Vorbild ist mein Skilehrer Hansi. Er gibt vier Stunden  Kurs pro Tag, dazwischen eine Stunde  Mittagspause. Der Job ist nicht stressig, man ist die ganze Zeit in der freien Natur und betätigt sich auch noch sportlich.

Gut, Skilehrer ist nur ein Saisonjob. Man muß ja auch einen richtigen Job haben. Hansi beispielsweise ist Schafhirte. Auch dieser Job weist keine Stresspuren auf, man ist den ganzen Tag draußen und betätigt sich auch sportlich.

Sein drittes Standbein ist eine Pension. Da Sölden aus allen Nähten platzt, ist das eine unermessliche Geldquelle. Hierzu reißt er diesen Sommer sein altes Haus ab und baut ein neues.

Och, was habe ich nur falsch gemacht? Gebunden an ein Büro und einen Computer viele Stunden pro Tag, sehe ich zur Zeit nur eine Baustelle vor dem Fenster und mein Sport besteht aus 20 Metern Extremwalking zur Toilette. :-(

Wissenschaftler in Deutschland

Job No Comments »

Haben Wissenschaftler es gut in Deutschland? Mir fehlt der internationale Vergleich, aber wenn ich mich in meinem eigenen Umfeld umschaue, dann wird die Lage immer trister. Wir hören von abwandernden Spitzenkräften ins Ausland. Unter Akademikern kennt jeder mindestens einen, der das gemacht hat. Bei den Informatikern ist es normal. Manche werden zu einem solchen Schritt gezwungen, anderen bietet er sich an:

  • Mein Diplombetreuer spielt in der ersten Liga. In Deutschland hätte er nur eine Juniorprofessur bekommen; in Schweden einen Lehrstuhl.
  • Nachdem eine Professorin überraschend ihre Arbeit niedergelegt hat, hat sich ein kurz vor der Promotion stehender Doktorand angeboten den wichtigen Lehrstuhl für Sicherheit als Juniorprofessor weiterzuführen. Er war ihr ebenbürtig und hätte das machen können. Die Uniprofessoren haben es abgelehnt. Na gut, da ist er mal zu IBM gegangen, die ihm einen hochdotierten Vertrag angeboten haben, denn er war ja nicht irgendwer.
  • Kollegen mußten gehen, weil die Uni Wissenschaftler nur für eine begrenzte Zeit anstellt. Sehr gute Wissenschaftler müssen abwandern. Sie können nicht anders.
  • Mittlerweile wurde die maximale Anstellungszeit an der Uni auf 4 Jahre verkürzt. Das betrifft auch mich, da bereits einige Zeit an der Uni beschäftigt man. Ich weiß jetzt schon, daß ich bald um eine neue Stelle mich bemühen muß. Vermutlich am DFKI. Dort aber sind die Personalkosten höher, so daß es schwieriger ist, Projekte ans DFKI zu holen,als an die Uni. Noch bin ich sicher, aber die Zukunft sieht nicht gut aus.

Meine persönliche Konsequenz wird sein, daß ich mich auf Dauer in Richtung Ausland orientieren werde. Will ich im akademischen Bereich bleiben, muß ich das ohnehin. Der Eintritt in die Wirtschaft wird sich dadurch erschweren, daß ich nicht schnell genug promovieren kann. In der Informatik benötigt man im Schnitt 4 Jahre. Zu viele Steine und zu viel Bürokratie wird einem in den Weg gelegt. Das ist die nüchterne persönliche Bilanz. Vielleicht ist es anderswoin Deutschland besser, aber ich bezweifle es.

2009 Life is a bitch!. Send email message .