Wie jedes Jahr, ging es in der ersten Märzwoche in den wohlverdienten Skiurlaub mit der altbekannten Meute. Das Konzept ist einfach. Etwa im Sommer erreicht mich die Mail mit der Ankündigung, daß der Frosch-Katalog da ist. Erste Fragen werden gestellt:Wohin? Wer kommt mit? Ich habe sofort zugesagt,ohne zu wissen, was sich für mich noch ergeben würde.
Dieses Jahr ist mein Skiurlaub zeitlich mit einem Umzug kollidiert. Gute Koordination war gefragt, um nicht zu viel Stress und Unerledigtes zu erlauben. Umzugsauto und Liefertermine mußten stimmen. Denn genau einen Tag nach dem Urlaub, sollte der Umzug stattfinden. Im Umkehrschluß hieß das, daß alles vor dem Urlaub gepackt sein sollte. Der Haken: Mein Sonnenschein fuhr nicht mit und mußte eine Woche zwischen den Kisten hocken.
Anyway, pünktlich um 7 Uhr morgens wurde ich vom Saar-Lor-Lux Express abgeholt und los ging es in die Schweiz nach Les Masses., Quatre Vallée. Dank eines fabelhaften Navis sind wir im Gegensatz zu den anderen an allen Staus vorbeigeleitet worden. Dies wurde zudem mit einem wunderschönen Panoramablick auf Montreux, dem Lac Léman und die Alpen belohnt. Außerdem waren wir die ersten am Haus, nachdem wir die Basics-Einkäufe tätigten. Bis zum Abend trudelten die restlichen Autos ein und jeder Mitfahrer wurde begeistert mit einem Bierchen in Empfang genommen.
Das Haus auf 1500 Meter bestand aus drei großen Appartements mit Wohnzimmer und Küche. Es bot Platz für 14 Leute - also genau unserer Kapazität. Die meisten Schlafzimmer boten einen wunderschönen Blickrunter ins Tal. Das hatte schon etwas, wenn man morgens mit einem solchen Ausblick aufwachte. Übrigens,mit Frosch Häusern hatten wir noch nie Probleme,kann man also Empfehlen.
Das Skigebiet selbst war bis auf die unangenehme Talabfahrt fantastisch. Nur einmal sind wir ins weiter entfernte Verbier Gebiet “gebügelt”, wo es wesentlich touristischer zuging. Für mich hatte es keinen Flair: die Pisten waren rauh und befahren wie eine Autobahn. Das kann auch an dem guten Wetter gelegen haben - da wollte jeder auf die Piste. Arne und ich waren jedenfalls wenig beeindruckt und sind wieder zurück in unser Gebiet gefahren, wo wir noch einige Genußpisten unter die Bretter nahmen.
Unterm Strich ist Les Masses klein. Ausgehen beschränkt sich auf ein Restaurant, das fast zu jedem Essen Pommes serviert. Irgendwie hatte ich Schweizer Küche anders in Erinnerung. Ich hatte übrigens Spaghetti. Für was anderes hat mich die Karte nicht begeistert und Kohlenhydrate sind am ersten Tag sinnvoll.
Essen war sowieso so ein Thema. Erstaunlicherweise waren die ersten Hütten, die wir besuchten enttäuschend. Erst die letzten beiden Tage haben wir die Chotte und ??? Hütte entdeckt, die ganz viel flair hatten und die wir wärmstens empfehlen können.
Aber weiter zu Les Masses. Der kleine Ort hat einen eigenen Sessellieft, über den man schnell zur Mittelstation kommt. Alles in ruhiger Lage. Die Pisten sind überwiegend blau und rot, wenige schwarz. Dafür gibt es einen gut ausgebauten Funpark. Offensichtlich für Könner. Viel Spaß für jedermann.
Die Woche, die wir mit Skifahren, kochen, spielen und schlafen verbrachten, war viel zu schnell zu Ende. Aber sie war sehr erholsam. Nächstes Jahr wieder mit meinem Sonnenschein. Ohne Kisten.








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